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sein, so kann das Wirtschaftssubjekt, wenn es sich entsprechend
seinem Subsistenzmittelvorrat für eine bestimmte Methode
entschieden hat, doch nicht eine ganze. Reihe von Produktions-
methoden, zu deren Durchführung der Subsistenzmittelfonds
nicht auslangt, zur Bewertung seiner Produktionsmittel mit
heranziehen, genau so, wie es unmöglich ist, zur Bewertung
irgendeines Vorrates noch die Intensität anderer, vom Vorrat
nicht mehr bedeckter Bedürfnisse in Rücksicht zu ziehen —
ein Punkt, bezüglich dessen Böhm-Bawerk entgegen seinen
sonstigen Ausführungen an einer Stelle ganz analog wie im
vorliegenden Falle anderer Meinung ist und den wir später
diskutieren werden!). Es ist daher auch ganz verständlich,
wenn Bortkiewicz auf den Gedanken kommt, daß nach
Böhm-Bawerks Ansicht mehrere Methoden als nebenein-
ander durchgeführt angenommen werden müssen, um die Zins-
erscheinung mit Hilfe des dritten Grundes ableiten zu können,
damit aber eine Erklärung des Zinses in der stationären Wirt-
schaft, die eine Zinstheorie doch auch liefern müsse, unmöglich
sei”), was also heißen würde, daß Böhm-Bawerk eine dyna-
mische Zinstheorie aufstellt.
Ein zweiter Einwand, den Böhm-Bawerk bei der Be-
sprechung der Fisherschen Kritik anbringt, muß auch zu
dieser Vermutung führen. Fisher argumentiert analog Bort-
kiewicz’s und unseren Ausführungen gegenüber Böhm-
Bawerks Tabelle wie folgt: „Tatsächlich liegt der einzige
Grund dafür, daß Jemand das Produkt eines heute investierten
Arbeitsmonates dem Produkt eines im nächsten Jahre investierten
Arbeitsmonates vorziehen kann, darin, daß die heutige Investition
früher zur Reife gelangt, als die nächstjährige Investition...
Es ändert nichts an dieser wesentlichen Tatsache, wenn man von
der Möglichkeit einer Anzahl verschiedener Investitionsweisen
spricht. Es ist wahr, ein gegenwärtiger Arbeitsmonat kann zur
Pflanzung langsam wachsender oder schnell wachsender Bäume
verwendet werden; aber dasselbe gilt für einen nächstjährigen
Arbeitsmonat. Es ist der Vorzug des früheren über den späteren
ı) Vgl. unten S, 139/141,
*) Bortkiewicz, Der Kardinalfehler der Böhm-Bawerkschen Zins-
theorie, Schmoll. Jahrb. 1906, S. 9607/62.