Object: Kaufmanns Herrschgewalt

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VII. Reichtum und sein Gebrauch. 
kennen gelernt habe, ist eine Bibliothek das letzte, was sie in 
ihrem Hause für notwendig halten. Er kann besser essen und 
schwere Weine trinken; doch das würde ihm nur schaden. Tat 
sächlich lebt der moderne Millionär im allgemeinen sehr einfach; 
er ist oft sogar knauserig in seinen Gewohnheiten. Er gibt für 
sich selbst recht wenig aus und ist die Arbeitsbiene, die in dem; 
Bienenkorb der Industrie ihren Honig aufsammelt, dessen alle 
Einwohner des Bienenkorbes — die ganze Allgemeinheit, sich 
zu erfreuen die Gewißheit haben. Herr Karper hat vor dem 
für den Streitfall über die Behringstraße zu Paris eingesetzten 
Gerichtshof in einer bemerkenswerten Rede den Millionär voll 
kommen richtig und zutreffend, wie folgt, beschrieben: 
„Diejenigen, die in Erwerbung von Eigentum am erfolgreichsten 
sind und ReiChtümer in ungeheuren Massen erwarben, verstehen 
Reichtum auch am besten zu kontrollieren und anzulegen. Sie 
handhaben das Geld in einer Weise, welche der Gesellschaft 
den meisten Nutzen bringt. Nur weil sie die hier aufgeführten 
Eigenschaften besitzen, sind sie fähig, Reichtümer in großen Massen 
zu erwerben. Tatsächlich besitzen sie doch eigentlich nur das, 
was sie selbst verbrauchen. Was darüber hinausgeht, wird von 
ihnen zum allgemeinen Besten verwendet. Sie sind nichts an 
deres als die Hüter ihrer Reichtümer. Sie legen diese Reichtümer 
an und sehen danach, daß das Geld auf verschiedenen Wegen 
nutzbringend wird. Allerlei Arbeitskräfte erhalten dabei Beschäf 
tigung, und zwar Beschäftigung auf die beste Art; sie werden 
erst dadurch produktiv gemacht. Die Leute, welche Hunderte 
von Millionen besitzen, stöhnen tatsächlich unter ihrer im Interesse 
der ganzen übrigen menschlichen Gesellschaft übernommenen 
Knechtschaft; denn nichts anderes als Knechtschaft ist es. Die 
Gesellschaft aber läßt sich das sehr wohl gefallen, weil es so, 
wie es ist, am besten für die Allgemeinheit ist.“ 
Und hier eine andere Schätzung von einem nicht weniger be 
kannten Mann. Unser Freund, Herr Dana, sagte unlängst zu 
Cornell: „Die eine Klasse von Leuten, über die ich sprechen will, 
sind die Denker, die Männer der Wissenschaft, die Erfinder; die 
andere Klasse besteht aus denen, welche die Vorsehung mit derrt 
Genie des Sparens, des Reichwerdens und des Geldansammelns
	        
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