Fertigstellung der beiden Dampfer — es waren die
„Mauretania’” und die „Lusitania” — jährlich 150000
Pfund Sterling erhalten sollte, kam dıese Regelung
schließlich einer Schenkung der beiden Riesenschiffe
pleich.
Der Schiffahrtstrust holte zwar zum Gegenschlag
aus, indem die White Star Line die beiden noch grö-
ßeren Schiffe „Olympic“ und „Titanic‘ baute, aber
die Konkurrenz zwischen den einzelnen Schiffahrts-
linien, die Morgan gerade hatte beseitigen wollen, war
doch geblieben. Der einzige Erfolg war nur der, daß
nicht mehr ein Kampf aller gegen alle herrschte, son-
dern daß der riesige Konzern mit den ihm verbündeten
Linien wie Hamburg-Amerika-Linie und Norddeut-
scher Lloyd jetzt mit den draußengebliebenen Gesell-
schaften unter der Führung der Cunard Line kämpfte.
Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich,
daß auch die finanziellen Hoffnungen, die Morgan auf
die International Mercantile Marine Company gesetzt
hatte, sich nicht erfüllten; ihre Gründung hatte eine
große Sanierung aller beteiligten Linien werden sollen,
aber der andauernde Wettbewerb mit der Cunard Line
kostete natürlich Geld. Man bemerkte die Schwächen
des Schiffahrtstrusts auch im Ausland, und sie sind
wohl.der Grund, daß die Hamburg-Amerika-Linie und
der Norddeutsche Lloyd 1911 — vielleicht wieder auf
einen vom Kaiser gegen Ballin geäußerten Wunsch
hin — aus dem Trust austraten, obwohl Morgan
mehrere Male Ballin die Leitung des Trusts angeboten
atte.
Etwa um die Zeit, als Morgan die Bildung des
Schiffahrtstrusts vorbereitete, beschäftigte er sich
auch mit einer anderen industriellen Verschmelzung,
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BA