Die unglückselige Entwicklung des Schiffbautrusts
braucht eigentlich in einem Buch über Morgan nicht
ausführlich behandelt werden, aber es ist vielleicht
doch gut, sie zu beschreiben, um darzulegen, inwieweit
Morgan und seine Firma daran beteiligt waren. Nebenbei
zeigt die Geschichte dieses Unternehmens auch
die Unbeholfenheit gewöhnlicher Geschäftsleute, wenn
sie sich an derartig große Aufgaben wagen.
Eine Anzahl von Männern, unter denen John W.
Young, der Sohn des bekannten Mormonenpropheten,
eine hervorragende Stellung einnahm, hatte mehrere
Jahre lang versucht, eine große Dachgesellschaft im
Schiffbau zu errichten, hatte aber mehrere Fehlschläge
erlitten. 1899 und wieder 1900 war der Versuch gemacht
worden, aber vergeblich. Die Interessenten gewannen
dann 1901 Henry W. Poor als Führer des zu
bildenden Konsortiums, im kritischen Augenblick
stellte er aber seine Bemühungen ein und der Plan
schlug wiederum fehl. Endlich gelang es der Gruppe,
D. Le Roy Dresser, den Präsidenten der neugegründeten
Trust Company of the Republic, für den Plan
zu interessieren. Dresser war kein Finanzsachverständiger;
er war den größten Teil seines Lebens Kaufmann
gewesen. Mit seiner neuen Treuhandgesellschaft
stürzte er sich voll Begeisterung auf das Projekt, aber
bei seinem Mangel an gesundem Geschäftssinn ruinierte
er nur noch seine eigene Gesellschaft mit dem
hochtönenden Namen. Auch Lewis Nixon, ein Schiffbauer,
aber keineswegs ein Finanzmann, beteiligte
sich an dem unglücklichen Unternehmen.
Unter der neuen Dachgesellschaft wurden acht
Einzelunternehmungen zusammengeschlossen, drei in
New Jersey, nämlich die Canda Manufacturing Company
in Carteret, S. I, Moore & Sons und Nixons
eigene Werft in Elizabethport, ferner die Bath Iron
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