Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

Schwab die Bethlehem verkaufen konnte, läßt sich in 
wenigen Worten erklären. Er hatte sie vor einigen Mo- 
naten auf eigene Rechnung gekauft, Nun war er aber 
Präsident der United States Steel Corporation, deren 
Konkurrent die Bethlehem war. Sobald Morgan & Co. 
von Schwabs Kauf hörten, kam ihm ein Wink zu, daß 
er nicht gut gleichzeitig Präsident der United States 
Steel und unabhängiger Stahlfabrikant sein könne. 
„Ihre Zeit gehört dem Stahltrust”, wurde ihm gesagt, 
„und Sie werden die Bethlehem aufgeben müssen.” 
Daher überließ Schwab seine Erwerbung dem Stahl- 
trust, deren Manager Morgan & Co. ja waren, Die Uni- 
ted States Steel kaufte die Bethlehem von Schwab 
oder vielmehr schloß eine Abmachung mit ihm, die 
Fabrik in seinem Namen solange zu verwalten, bis er 
einen Käufer finden würde. Und in Nixon und Dresser 
hatte Schwab ideale Käufer gefunden — vom Stand- 
punkt des Verkäufers aus gesehen. 
Die Organisatoren des Schiffbautrusts sahen näm- 
lich in den Bethlehemwerken eine äußerst wichtige 
Erwerbung, die wohl in etwa einen Ausgleich gegen 
die faulen Gesellschaften in ihrem Unternehmen schaf- 
fen konnte. So stimmten sie ohne weiteres allen Be- 
dingungen bei, die Schwab stellte und durch seinen 
Rechtsanwalt Max Pam in einem Vertrag niederlegen 
ließ. Das Kapital des Schiffbautrusts wurde von 36 auf 
etwa 71 Millionen Dollar erhöht, und an dem fest- 
gesetzten Termin kamen Nixon und Dresser mit Pam 
im Büro der Firma J. P. Morgan & Co., die als Ma- 
nager der United States Steel fungierte, zusammen, 
um die Übergabe perfekt zu machen, Der Rechts- 
anwalt übergab Perkins einen Scheck Schwabs über 
ungefähr 7 Millionen Dollar (den Preis, den der letz- 
tere für die Bethlehem gezahlt hatte) und nahm dafür 
eine Bestellung auf 10 Millionen Dollar Vorzugs-, 
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Mordan 
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