Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

des größten Automobilkonzerns der Union, aufkaufte. 
Als Richter Gary, der langjährige Präsident der United 
States Steel, im August 1927 starb, schien bei dem 
nun notwendigen Direktoren- und Präsidentenschub 
die Gelegenheit zu weiteren Schritten in dieser Rich- 
tung gekommen zu sein. Jedenfalls unterhandelte die 
Firma Morgan & Co, mit der Firma E, J. du Pont de 
Nemours, zu deren gewaltigen du-Pont-Konzern, wie 
er genannt wird, auch die General Motors gehört, über 
Zusammenschluß in irgendeiner Form. Es scheint, daß 
die Verhandlungen nicht ganz zu befriedigendem Ab- 
schluß gekommen sind. 
Anscheinend haben sich auch bereits bei der Neu- 
besetzung des Postens des verstorbenen Elbert H. Gary 
Schwierigkeiten ergeben. Als vorläufiger Präsident 
wurde: James A. Farrell eingesetzt, und am 12, De- 
zember 1927 wurde die Präsidentschaft dem gegen- 
wärtigen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Calvin 
Coolidge, für die Zeit nach dem Ablauf seiner Amts- 
dauer angetragen. Coolidge steht diesem Angebot sehr 
sympathisch gegenüber. Am 28, Dezember 1927 
wurden wiederum Wahlen der leitenden Beamten der 
United States Steel vorgenommen, und zwar wurde 
Myron C. Taylor zum Vorsitzenden des Finanz- 
ausschusses und Morgan zum Vorsitzenden des Direk- 
toriums gewählt. Wie Morgan wenige Tage später 
selbst mitteilte, hatte diese Ämterverteilung den ein- 
zigen Zweck, das Interesse des Bankhauses Morgan 
an der Stahlkorporation zu dokumentieren, denn 
Taylor ist Direktor der New York Central & Hudson 
River, die zu den Bahnen der Morgangruppe gehört, 
sowie der von Morgan kontrollierten First National 
Bank; und Morgan selbst erklärte bei seiner Annahme 
der Wahl am 31. Dezember, sie erfolge nur unter der 
Voraussetzung, daß er nicht die laufenden Geschäfte 
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