das sich besonders in der Frage des Dawes-Planes
sowie der Stützung des französischen Franken zeigt,
Dinge, die im nächsten Kapitel noch genauer besprochen
werden sollen. Ferner gab Morgan dann
auch an die im Weltkrieg feindlichen Staaten Anleihen
und erlangte hierdurch und durch die gewöhnliche
Entwicklung des ja schon von seinem Vater mit
bestem Erfolg betriebenen Geschäfts der Plazierung
besonders mittel- und südamerikanischer Anleihen auf
dem nordamerikanischen Markt einen großen Einfluß
in der ganzen Welt. Rein äußerlich drückt sich das
zum Beispiel dadurch aus, daß die National City Bank,
eine der Banken der Morgangruppe, durch ihre Tochtergesellschaft,
die International Banking Corporation,
24 Filialen in der ganzen Welt hat. Aber auch ohne
derartige Filialinstitute wäre Morgans Macht groß
genug, Man kann nun zwar nicht gut sagen, daß er
die absolute Herrschaft über das Geld- und Kreditwesen
der Welt in Händen hat, aber mit Fug und
Recht wird man sagen können, daß irgendeine wichtigere
Anleihe oder sonstige Transaktion auf dem
internationalen Geldmarkt kaum durchgeführt werden
kann, ohne daß Morgan in irgendwelcher Form beteiligt
werden muß, wenn er es wünscht. Auch dürfte
er wohl die Mittel in der Hand haben, eine ihm unerwünschte
Finanztransaktion zu verhindern. Die
Stabilisierung der deutschen Mark. und des französischen
Franken zum Beispiel sind zwar ohne seine Mitwirkung
durchgeführt worden, aber es ist zweifelhaft,
ob sie überhaupt oder wenigstens ungestört hätten zuwege
gebracht werden können, wenn Morgan aus
irgendeinem Grunde ein Interesse daran gehabt hätte,
sie zu durchkreuzen.
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