mit der Cunard Line und der White Star Abkommen
über Frachtraten — womit sich die Regierung eines
Mittels bediente, das sie selbst bei den Trusts stets
bekämpft hatte, So brachte das Geschäftsjahr 1926/27
den Regierungslinien zum erstenmal nach langer Zeit
wieder einen — wenn auch nicht großen — Gewinn,
nämlich rund 370000 Dollar. Den Löwenanteil hieran
hatte der „Leviathan”. Es ist infolgedessen nicht ver-
wunderlich, daß die International Mercantile Marine
Corporation immer weiter ihre Aufmerksamkeit auf
den Erwerb dieses Riesendampfers richtete. Im De-
zember 1927 wurde daher wieder einmal angekündigt,
daß der Schiffahrtstrust die Leyland Line sowie die
Atlantic Transport Line verkaufen, sich dann re-
organisieren und den „Leviathan”” von der Regierung
übernehmen werde. Auch aus diesem Plan wurde
nichts.
Inzwischen hatte sich im Rechnungsjahr 1927/28 der
Gewinn der United States Lines vom vorhergehenden
Geschäftsjahr wieder in einen Verlust verwandelt. Der
Betrieb des Dampfers „Leviathan‘ hatte allerdings
einen Reingewinn von etwas über einer halben Mil-
lion Dollar gebracht, dafür aber beliefen sich die bei
den anderen Dampfern erlittenen Verluste auf ins-
gesamt etwa eine Million, so daß die Bilanz einen
Reinverlust von rund 465000 Dollar ergab. Auch die
American Merchant Lines hatten mit einem Verlust
von mehr als 150000 Dollar zu rechnen. So wurden
im September 1928 von neuem die Regierungslinien
zum Verkauf gestellt. Es wurden nicht weniger als
10 verschiedene Pläne ausgearbeitet, je nachdem,
welche und wieviele Schiffe übernommen werden
sollten; ein Plan verpflichtet sogar den Käufer, zwei
neue Schiffe zu bauen. Ferner ist genau vorgeschrie-
ben, was mit den Dampfern geschehen soll: sie müssen
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