Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

schienen, um ihn zu fragen, ob er eine Wahl in das 
Komitee der Universität annehmen würde, waren sie 
angenehm enttäuscht, als Morgan dieses Angebot 
scheinbar sehr zu würdigen wußte. „Ich würde es als 
eine Ehre auffassen‘, sagte er, So war stets seine 
Haltung gegen viele der Wohlfahrts- und Bildungs- 
einrichtungen der Stadt. Aus Ehrungen, die direkt 
oder indirekt mit politischer Betätigung zusammen- 
hingen, machte er sich gar nichts; eine Verbindung mit 
der Leitung eines philanthropischen Unternehmens oder 
einer Bildungsanstalt wie des Museums of Natural 
History oder des Metropolitan Museum of Art schien 
die einzige Ehrung zu sein, auf die er irgendwelchen 
Wert legte. 
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Zehn und mehr Jahre nach der Beendigung des 
Bürgerkrieges hatten die amerikanischen Eisenbahnen 
unter den Feldzügen der Spekulanten zu leiden. Es 
wurde weiter oben schon berichtet, wie Gould und 
Fisk eine Eisenbahnlinie zu rauben versuchten, und 
wie Morgan sie daran hinderte. Jetzt aber tauchte 
eine neue Idee im Börsenfreibeutertum auf, gegen die 
die Methoden von Gould und Fisk fast als Kinderspiel 
erscheinen. Das war die Bildung von Konsortien, um 
Konkurrenzlinien zu bauen. Das Böse, das ein Speku- 
lant tut, stirbt mit ihm, aber eine Konkurrenzbahn, die 
keine Lebensberechtigung hat, die nur ein Geschwür 
ist, um eine schon bestehende Linie zum Ausbluten zu 
bringen, bleibt ewig und ist ein dauerndes Übel, Ihre 
Geschichte wird eine Serie von immer wiederkehren- 
den Reorganisationen, wie z. B. die der Erie. Die 
Bahnen, die sie angreifen soll, mögen gute, solide 
Unternehmungen gewesen sein, wie etwa die New 
York Central und die Lake Shore, als sie gänzlich un- 
CB
	        
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