Full text: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

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Großartigste und Vollkommenste auf dem Gebiet der Ge 
samtanlagen von Hochöfen, Stahl- und Walzwerken darstellen, 
entbehren jedes äußeren Schmuckes. Freilich, tritt man in 
die Werke ein, so fühlt man sich in eine Wunder- und 
Zauberwelt versetzt. Der Laie möchte an das Walten un 
sichtbarer Geister glauben, wenn er sieht, wie durch mecha 
nische Vorrichtungen in einem ununterbrochenen Zug das 
Rohmaterial bis zum fertigen Produkt geführt und das fertige 
Produkt zur Verladung gebracht wird. 
Aus der Fülle des Beobachteten vermag ich immer 
nur einige Beispiele herauszugreifen, um an ihnen, wenn 
auch nur in gedrängtem Abriß, das weite Maß und das Eigen 
artige der amerikanischen Produktion zu beleuchten. In der 
„Westinghouse Electric Mfg. Co.“ in Pittsburg, deren Anlagen 
auch äußerlich einen überaus stattlichen Eindruck machen, 
wurden, als ich im Januar dort war, vier 5000 Kilowatt- 
Maschinen fertiggestellt, die für den elektrischen Betrieb der 
ursprünglich mit Dampfbetrieb eingerichteten „Elevated 
Railroads“ in New York in Auftrag gegeben waren. 
In die mir eben gezogenen Grenzen fallen nicht 
minder die „Anheuser Busch-Brauerei“ in St. Louis und 
die „Pabst Brewery Co.“ in Milwaukee. Die letztgenannte 
Brauerei erzeugt jährlich fast 1 Million Barrels Bier (1 Barrel 
ist gleich 1,18 Hektoliter). Die Anheuser Busch-Brauerei 
hat es auf nahezu 1,2 Millionen Barrels gebracht. Mit 
dieser Brauerei ist für den Flaschenbedarf eine Glasfabrik 
verbunden. Bei Pabst sah ich eine automatische Maschine, 
die stündlich neuntausend Flaschen weicht, ausspült und 
vollkommen reinigt. 
In den „Raritan Copper Works“ in Perth Amboy, 
N. J., veranschaulichte sich mir der Produktionsprozeß, 
der die Arbeitsmethoden der „alten und der neuen Zeit“ 
— so nannte der Leiter der Werke die Jahre 1895
	        
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