Siebtes Kapitel.
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Sesetz und die darüber noch hinausstrebende Zehnstundenagitation.
Mit gewohntem praktischen Scharfsinn hatten sie erkannt, daß der
Herr Professor „wanted a good deal of finishing“ [daß ihm der letzte
Schliff fehlte]. Sie verschrieben ihn daher nach Manchester. Der
Herr Professor seinerseits hat die zu Manchester von den Fabri-
Kanten erhaltene Lektion stilisiert in dem Schriftchen: „Letters on
Ihe Factory Act, as it affects the cotton manufacture. London 1837.“
Hier kann man unter anderm folgendes Erbauliche lesen:
„Unter dem gegenwärtigen Gesetz kann keine Fabrik, die Per-
Sonen unter 18 Jahren beschäftigt, länger als 11*/, Stunden täglich
arbeiten, das heißt 12 Stunden während der ersten 5 Tage und
9 Stunden am Sonnabend. Die folgende Analyse (!) zeigt nun, daß
% einer solchen Fabrik der ganze Reingewinn von der letzten Stunde
abgeleitet ist. Ein Fabrikant legt 100000 Pfd. Sterl. aus —
80.000 Pfd. Sterl. in Fabrikgebäude und Maschinen, 20 000 in Roh-
Material und Arbeitslohn. Der jährliche Umsatz der Fabrik, vor-
AUsSgesetzt, das Kapital schlage jährlich einmal um und der Brutto-
Sewinn beirage 15 pZt., muß sich auf Waren zum Wert von
115.000 Pid. Sterl. belaufen. ... Von diesen 115000 Pfd. Sterl. pro-
Wziert jede der 23 halben Stunden des Arbeitstages °/,,, oder !/,;.
Mn diesen %/,., die das Ganze der 115000 Pfd. Sterl. bilden (con-
„oluting the whole £ 115000), ersetzen ?°/,., das heißt 100000
ion den 115000, nur das Kapital; !/,, oder 5000 Pfd. Sterl. von den
0 Bruttogewinn (!) ersetzen. die Abnutzung der Fabrik und
harschinerie. Die übrigbleibenden 2/,., das heißt die beiden letzten
den Stunden jedes Tages, produzieren den Reingewinn von 10 pZt.
at ON daher bei gleichbleibenden Preisen die Fabrik 13 Stunden
nn 11%/, arbeiten dürfte, so würde, mit einer Zulage von ungefähr
al 0 Pfd. Sterl. zum zirkulierenden Kapital, der Reingewinn ‚mehr
u Verdoppelt werden. Anderseits, wenn die Arbeitsstunden täglich
we 1 Stunde reduziert würden, würde der Reingewinn verschwinden,
2 um 1!/, Stunden, auch der Bruttogewinn.“ %
aan
di * Senior in der oben angeführten Schrift, S. 12, 13. Wir gehen auf
MG für unsern Zweck gleichgültigen Sonderbarkeiten nicht ein, zum Beispiel
Me Behauptung, daß die Fabrikanten den Ersatz der‘ verschlissenen
Nechinerie usw., also eines Kapitalbestandteils, zum Gewinn, Brutto oder
Do, Schmutzig oder rein, rechnen. Auch nicht auf die Richtigkeit oder
na schheit der Zahlenangaben. Daß sie nicht mehr wert sind als die SOge-
Lernte „Analyse“, bewies Leonhard Horner in „A Letter to Mr. Senior ete,
Uredon 1837,“ Leonhard Horner, eines der Mitglieder der Kommission zur
Tas Tsuchung der Fabrikverhältnisse von 1833 und Fabrikinspektor, in der
be Fabrikzensor, bis 1859, hat unsterbliche Verdienste um die englische Ar-
elerklasse gewonnen. Außer mit den erbitterten Fabrikanten führte er
wen lebenslangen Kampf mit den Ministern, für die es ungleich wichtiger
4) die „Stimmen“ der Fabrikherren im Unterhause als die Arbeits-
“üden der „Hände“ in der Fabrik zu zählen.
der Zusatz zur Note 32. Seniors Darstellung ist konfus, ganz abgesehen von
Falschheit ihres Inhalts. Was er eigentlich sagen wollte, war dies: Deı