Object : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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III.  HAUPTTEIL.

gespielt  hatten  —  beigefügt.  Durch  Unterschrift  sollten
alle  Flüchtlinge  diese  Männer  zu  Vertretern  ihrer  Sache
ernennen  und  in  die  deutsche  verfassunggebende  Nationalversammlung ­
  entsenden,  um  gegen  das  völkerrechtswidrige
Vorgehen  Frankreichs  vor  aller  Welt  zu  protestieren.  Mehr
als  4500  Flüchtlinge  —  es  kamen  selbstverständlich  nur
die  wahlberechtigten  Vertriebenen  in  Frage  —  erteilten
ihre  Zustimmung  durch  Unterschrift.  Die  elsaß-lothringische ­
  Abordnung  wurde  jedoch  in  Weimar  in  der  Nationalversammlung ­
  nicht  vorgelassen.  Es  muß  zugegeben  werden,
daß  diese  elsaß-lothringischen  Abgeordneten  nicht  auf  dem
gesetzlich  vorgeschriebenen  Weg  der  Wahl,  wie  die  Abgeordneten ­
  der  übrigen  deutschen  Bundesstaaten,  mit  ihren
Mandaten  betraut  worden  waren.  Die  ßeichsregierung  und
die  Parteien  glaubten  ihre  juristischen  Bedenken  nicht
überwinden  zu  können  und  befürchteten  durch  Vorlassung
einer  solchen  außergesetzlich  zustande  gekommenen  Vertretung ­
  eines  bestimmten  Volksteiles  einen  Präzedenzfall
zu  schaffen,  der  in  der  Zukunft  unangenehme  Folgen  haben
könnte.  Es  hat  jedoch  leider  den  Anschein,  daß  man  Frankreich ­
  gegenüber  eine  solche  offene  Kampfstellung  nicht
wagte.
Der  Protest,  den  die  elsaß-lothringische  Abordnung
an  den  Präsidenten  der  Nationalversammlung  gegen  das
Vorgehen  Frankreichs  einsandte,  konnte  nicht  den  Eindruck ­
  auf  die  neutrale  und  uns  feindliche  Welt  m;achen,
den  man  von  einer  Kundgebung  erwarten  durfte,  wie  sie
das  Auftreten  der  Abgeordneten  eines  Teiles  des  elsaßlothringischen ­
  Volkes  in  der  deutschen  Nationalversammlung ­
  bedeutet  hätte.
Die  Entsendung  dieser  Vertreter  nach  Weimar  sollte
jedoch  für  die  Flüchtlinge  nicht  ohne  jeden  Erfolg  bleiben.
Durch  Besprechungen  mit  Abgeordneten  aller  Parteien
konnten  die  reichsländischen  Abgeordneten  die  Kenntnis
von  der  Not  der  Flüchtlinge  in  weite  Kreise  hineintragen.
Am  21.  Februar  1919  nahm  die  Nationalversammlung  eine
Entschließung  an,  in  der  eine  besondere  Vertretung  für
die  elsaß-lothringischen  Angelegenheiten  in  der  Reichs-
            
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