Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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verhängnisvoll war, mußten große Flächen umgepflügt werden, so
daß zuletzt in Wirklichkeit nur noch 23000 Tonnen Weizenland
übrig blieben. Die mit Roggen bestellte Fläche war 1888 ca. 509 000,
1896 dagegen 527000; man sollte daher auch für 1901 einen Zuwachs
erwarten, aber das Gegenteil war der Fall. Und umgekehrt stellte
es sich für die Gerste. Das Mengkorn wies außerordentlich große
Verschiebungen auf, und auch bei den Rüben war jegliche Vorausberechnung
 auf Grund des ungeheuren Zuwachses auf diesem Gebiet
 ausgeschlossen.

66. Umfassende Untersuchungen im Hinblick auf diese Frage
wurden auch in Norwegen, namentlich von A. N. Kir‘), angestellt.
In Verbindung mit der Diskussion über die Invaliditätsversicherung
wurden einer Anzahl Personen mehrere Fragen gestellt, z. B. über
Beruf, Einnahmen, Ausgaben, Krankentage, Invalidität und die Ursache
 derselben, ferner über Zivilstand, die Zahl lebender und verstorbener
 Kinder usw. Es wurden 20000 Fragebogen auf die Städte,
80000 auf die Landgemeinden verteilt. Die Hauptstadt erhielt 6350
Fragebogen, während im übrigen von den 61 Städten 13 als Repräsentanten
 der Stadtbevölkerung ausgewählt wurden. Von 100
Straßen in Kristiania mit höchstens 100 Einwohnern nahm man
5 heraus und zählte deren männliche Bevölkerung. Der nächsten
Straßenkategorie (101—500 Einwohner in jeder Straße) wurden
10 Proz. entnommen und die Einwohner jedes zweiten Hauses gezählt.
 Von den Straßen mit 501—1000 Einwohnern wählte man !/,
und zählte hier die Einwohner jedes fünften Hauses; schließlich
wurde den volkreichsten Straßen die Hälfte entnommen und hier in
jedem zehnten Hause gezählt. Auf ähnliche Weise, jedoch nach einem
einfacheren System, ging man in den Städten der Provinz vor. Die
Landgemeinden wurden nach der Hauptbeschäftigung der Bevölkerung
geordnet; man wählte hier eine passende Anzahl, insgesamt etwas
mehr als !,; jede dieser Gemeinden erhielt dann eine Anzahl Fragebogen,
 welche sich nach der Größe und anderen Verhältnissen richtete,
 und man nahm eine sorgfältige Verteilung der Häuser, die zum
Gegenstand der Zählung gemacht werden sollten, vor.
Eine andere Repräsentativzählung ging darauf aus, über die Einkommensverhältnisse
 der Bevölkerung Klarheit zu gewinnen. Hier
wurden 127 Landgemeinden und 23 Städte ausgewählt: danach be-1)

 Siehe u. a. Observations et experiences concernant les de&nombrements representatifs,
 Bull. de ]l’Inst. Intern. de Stat., IX, 1893.
            
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