Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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usw. sind (vgl. die Koeffizienten der Tabelle 13), dann gelangt man 
zu folgender Übersicht: 
Maximale Zahl der Abweichungen 
Abweichung faktisch nach der Tabelle 13 
0,3 u 
0,5 u 
7 u 
iM 
\w 
„1 “ 
ix 
1& 
25 
31 
3. 
Nach der Tabelle 13 würde man erwarten, daß 25 Proz. der 
36 Abweichungen (d. h. 9) kleiner als 0,3 u usw. wie angeführt 
seien, und die Übereinstimmung, welche diese Zahlen aufweisen, 
scheint unverkennbar zu sein; selbst wenn sie auch nicht mathe- 
matisch genau ist, so ist es doch deutlich, daß kleine und große Ab- 
weichungen ungefähr ebenso zahlreich auftreten wie in den früher 
behandelten Beispielen. Ohne im voraus mit der Art und Weise, 
in der Versuche dieser Art auszufallen pflegen, vertraut zu sein, 
würde man vielleicht dazu geneigt gewesen sein, weit größere Ab- 
weichungen zu erwarten; viele Spieler haben bei der Abmachung 
darüber, wie groß bei jedem einzelnen Spiel der Einsatz sein müsse, 
die Anschauung vertreten, daß, wenn z. B. eine Münze viele Male 
hintereinander Revers gezeigt habe, die Chancen dafür, daß sie 
Avers zeige, steigen; wenn solches der Fall wäre, würde die Zahl 
größerer Abweichungen allem Anschein nach erheblich wachsen (vgl. 
S. 48). 
90. Auf die hier berührte Frage zurückzukommen, wird im fol- 
genden Gelegenheit sein. Nach den jetzt betrachteten Beispielen zu 
urteilen, sieht es vorläufig aus, als ob viele Gebiete vom selben 
„Statistischen Gesetz“ beherrscht werden, und als ob man unter An- 
wendung des hier auf rein empirischem Wege gefundenen Maßstabes 
für die Größe der Abweichungen (des mittleren Fehlers) annähernd 
berechnen kann, wie die Verteilung der Abweichungen nach der 
Größe ausfallen wird. 
Es würde nun leicht sein, neue Beobachtungen ähnlicher Art zu 
den bereits mitgeteilten hinzuzufügen. Hierzu liegt jedoch kaum eine 
Veranlassung vor, weil sich das vorliegende Buch hauptsächlich dafür 
interessiert, durch Betrachtung der Phänomene in der menschlichen 
Gesellschaft eine Bekräftigung und eventuell eine Erweiterung der 
schon gewonnenen Einsicht zu erzielen. Daß es in großem Umfange 
möglich ist, zu einer solchen Bestätigung zu gelangen, wird aus
	        
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