fullscreen: Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

deutsche. Ausschuß für technisches 
Schulwesen in jüngster Zeit einen 
‚Arbeitsausschuß für Berufsausbil: 
dung“ gegründet, 
Die dritte Voraussetzung, die Ein- 
stellung des Konsums auf die neuen 
Formen, ist ungleich schwieriger zu 
erfüllen. Unser Konsum ist im wes 
sentlichen rein individuell eingestellt 
ınd zeigt im Gegensatz zu der 
Struktur des amerikanischen Kon: 
sums eine starke Abneigung gegen 
jede Uniformierung der Artikel. Es 
»jedarf eines außerordentlich star: 
cxen Appells an die Abnehmer, um 
ıer eine Umorientierung des Gez 
schmacks oder der Gewohnheit zu 
;rzielen. Wir dürfen nicht auf den 
sanz bestimmten Hinweis  verzich: 
een, daß die Konsumenten selbst 
;inen großen Teil der Verantwor- 
ung dafür tragen, daß die Bestre- 
ungen zur Vereinfachung der 
SZüterherstellung und damit zu ihrer 
Verbilligung in die Tat umgesetzt 
verden können. 
Il. Konzentration. 
Zur Rationalisierung im weiteren 
Sinne gehört ferner die Raz 
tionalisierung des gesam: 
tenvolkswirtschaftlichen 
Produktionsprozesses. 
Ein unerläßliches Mittel zur Stei- 
gerung der Produktivität der Wirt- 
schaft ist die zweckmäßige Ges 
samtorganisation der Produktion. 
Sie bietet sich in doppelter Form 
dar, einmal in einer rationell durchs 
seführten Arbeitsteilung und zum 
zweiten in der richtigen Auswahl 
der Betriebsgröße, 
Was die Frage einer rationellen 
volkswirtschaftlichen Arbeitsteiz 
lung anbetrifft, so können wir uns 
auf den Hinweis beschränken, daß 
bereits zahlreiche und weitgehend 
spezialisierte Produktionszweige be- 
stehen. Wir müssen in dieser Hinz 
sicht immer noch weiter gehen ein; 
fach aus dem Zwange heraus, weil 
wir unter erschwerten Konkurrenz: 
verhältnissen und überhöhten öffent: 
lichen Lasten, einem verengten Ab- 
satzmarkt und verkleinerten Bez 
*riebskapital alle Voraussetzungen 
für eine möglichst billige und zu- 
gleich gute Produktion zu schaffen 
naben. 
Richtige Aus- Es ist ein allgemein anerkannter 
wahl der Be- Satz, daß die Produktivität neben 
triebsgröße- 
den vielen anderen Momenten we: 
zentlich auch von der richtigen Aus: 
wahl der Betriebsgröße abhängt. Es 
st sehr schwer und auch bedenklich, 
vegen der Betriebsgröße bestimmte 
Normen festzulegen. Im allgemeinen 
vird gesagt werden können, daß die 
3etriebsgröße da ihr Ende findet, 
vo bei bester und vollkommenster 
Drganisation für den verantwort: 
ichen Leiter die Möglichkeit der 
bersicht aufhört. Der letzte gras 
luelle Höhepunkt in der Entwick: 
ung zum Großbetrieb besteht in der 
Zonzernbildung, die die zersplitter- 
en Einzelunternehmungen unter 
ne Oberleitung bringt und vers 
nöge der organisatorischen, betrieb: 
‘chen und kapitalistischen Konzen- 
ration zu einer Potenzierung der in 
len einzelnen zusammengeschlosse: 
ıen Werken verkörperten Kräfte 
‘ührt. Gerade in den letzten Mo- 
‚aten hat sich gezigt, daß die Kons 
‚entrationsbewegung immer noch 
“ortschritte macht. Die Konzernzu- 
jammenbrüche der letzten Zeit sind 
ıicht der Ausdruck dafür, daß der 
Zonzentrationsgedanke in der deut: 
schen Wirtschaft überlebt sei; son: 
lern die Zusammenbrüche hingen 
zusammen mit Erscheinungen, die 
nit dem Konzentrationsgedanken an 
sich nichts zu tun haben.
	        
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