Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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welche in einem späteren Abschnitt behandelt werden wird und 
aamentlich für die Meßtechnik von Bedeutung geworden ist. 
Aufgabe 28. Eine Druckseite von 40 Zeilen enthält insgesamt 400 Worte; 
wie groß kann höchstens die Wahrscheinlichkeit dafür sein, daß eine Zeile mehr 
ais 12 Worte enthält? 
132. Hinsichtlich des Begriffes Erwartung ist schließlich Fol- 
gendes zu bemerken: wenn auch die Erwartung eine Zahl ist, welche 
wie andere Zahlen in Rechenoperationen eingehen kann, so ist es 
loch eine Frage, in welchem Umfange das so gewonnene Resultat 
sich als Erwartung für irgendeine andere zufällig variierende Größe 
auslegen läßt. Im folgenden werden wir sehen, daß die Erwartung 
z. B. für eine Summe von zwei oder mehreren zufällig variierenden 
Größen stets als Summe der Erwartungen der einzelnen Größen ge- 
funden werden kann, daß also unbedingt 
E(x + y + zz) = E(x) + E (y) + E(z) ist. 
Dagegen kann man nicht unbedingt die Erwartung für das 
Produkt x - y als das Produkt aus E (x) und E (y) finden. Ein 
Beispiel hierfür haben wir im Vorhergehenden (wenn x = y und 
also x -y = x”) im Moment zweiter Ordnung um Null, in der 
Potenzsumme s;, = E(x”’), welche nicht E(x)- E(x) = si? wird; 
es ergibt sich dagegen ($ 127, III), daß 
Ss = 8,? + wu? oder 
E (x’) = (E (z))? + wm? ist. 
Unter welcher Bedingung E(x - y) gleich E(x)- E(y) werden 
kann, das wird aus dem Folgenden (vgl. $ 147) erhellen. 
E, Zweidimensionale Verteilungen. 
(Korrelationstheorie.) 
133. In der Statistik wird man sich häufig mit zufällig vari- 
ierenden Größen, welche von anderen ähnlichen abhängig sind, zu 
befassen haben. Ein paar einfache Beispiele hat man in der Summe 
und der Differenz zweier zufällig variierender Größen x und y: 
X=x+yund Y=<X-—9)J; 
aber die Ausdrücke können natürlich viel zusammengesetzter werden 
der können viel mehr Größen als die zwei: x und y umfassen. An- 
fangs beschränken wir uns jedoch darauf, solche Fälle zu betrachten, 
in welchen nicht davon die Rede ist, mehr als die zwei Größen x 
ınd y zu berücksichtigen. 
Denkt man sich die Verteilungsgesetze für x und y gegeben, dann 
ist sofort eine naheliegende Frage die, wie in diesem Fall die Ver-
	        
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