Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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teilungsgesetze für x-+y, x-—y oder für andere aus x und y ZU- 
sammengesetzte Ausdrücke bestimmt werden können; wie das Fol- 
gende indes lehren wird, sind diese Verteilungsgesetze im allgemeinen 
garnicht allein durch die Verteilungsgesetze für die Komponenten x und 
y bestimmt und können daher auch nicht gefunden werden, solange 
nicht mehr vorausgesetzt oder nicht mehr gegeben ist. Es ist da- 
her notwendig, auf diese Frage näher einzugehen. 
Die Wahrscheinlichkeiten dafür, daß x die Werte 
Xi, X, Xg +... Xi... +++ Xn, 
annimmt, seien bzw. 
Pıs Ps Pa ++ << Di---<-+ Pr, 
und die Wahrscheinlichkeiten dafür, daß y die Werte 
Yır Yar Ya 0444 Viren + Ym 
annimmt, seien bzw. 
dıy de, 983 +++. + Cj+ + «++ Im- 
Ferner möge die Wahrscheinlichkeit dafür, daß x; bei der Bil- 
dung der Summe x + y (oder eines anderen Ausdrucks aus x und 
y) mit y; zusammentrifft (wo x; und y; unter denen, welche x und 
y annehmen können, willkürliche, aber gegebene Werte sind), mit 
P (i, j) bezeichnet sein. 
Von dieser Art Wahrscheinlichkeiten gibt es insgesamt m -n, 
da jeder der n Werte, welche x annehmen kann, mit jedem der 
m Werte, die y annehmen kann, zusammentreffen kann. Kennt man 
die Wahrscheinlichkeit, P (i, j), daß x; mit y; zusammentrifft, dann 
sagt man der Kürze halber, das Verteilungsgesetz für das zufällig 
variierende zweidimensionale Zahlenpaar (x, y) sei bekannt. 
Wie es hinsichtlich des eindimensionalen Verteilungsgesetzes 
(d. h. des Verteilungsgesetzes für eine zufällig varlierende, ein- 
dimensionale Größe) der Fall war, kann auch das zweidimensionale 
Verteilungsgesetz eventuell dadurch bekannt sein, daß man für 
P (i, j) einen mathematischen Ausdruck besitzt, in welchen i und j 
(oder x; und y;) eingehen, so daß die einem gegebenen Wertepaar X; 
und y; entsprechende Wahrscheinlichkeit daraus berechnet werden 
kann. Ein solcher Ausdruck für P(i, j) heißt eine Korrelations- 
formel. Aber wie das eindimensionale Verteilungsgesetz durch 
eine Tabelle gegeben sein kann und nicht mit Notwendigkeit durch 
eine Formel gegeben sein braucht, so läßt. sich auch das ZzWei- 
dimensionale Verteilungsgesetz in allen Fällen tabellarisch gegeben 
denken. Eine solche Korrelationstabelle muß dann zwei Ein-
	        
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