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Die Momente der bedingten Verteilungsgesetze können wir kurz
als die bedingten Momente bezeichnen. Wir beschränken uns
hier darauf, allein die durch y; und x; bedingten Erwartungen s; (j)
und t, (1) für x und y zu betrachten.
Werden nach und nach die
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entsprechenden bedingten Ewartungen für y
0, 40, .... 400)... tn)
berechnet und zusammengehörende Werte von x; und t, (i) in ein
rechtwinkliges Koordinatensystem bzw. als Abszissen und Ordinaten
eingetragen, dann erhält man eine Reihe von (insgesamt n) Punkten;
falls x und y unkorreliert wären, würde t,(i) für alle Werte x; den-
selben Wert bekommen (konstant sein), und die entsprechenden
Punkte würden dann alle auf derselben mit der Abszissenachse pa-
rallelen (wagerechten) Geraden liegen. Wie oben bemerkt, kann dies in
speziellen Fällen das Resultat werden, auch wenn x und y korreliert
sind; gewöhnlich werden jedoch dann die Punkte in verschiedener
Höhe über der Abszissenachse liegen. Hat man die Korrelation durch
2>ine Korrelationsformel ausgedrückt, dann läßt sich die Gleichung
für die Kurve finden, auf der alle n Punkte gelegen sind. Diese
Kurve heißt die Regressionskurve für x; indem umgekehrt die
y; entsprechenden bedingten Erwartungen s; (j) berechnet und y; und
5, (D) nun bzw. als Ordinate und Abszisse abgetragen werden, kann
man die Regressionskurve für y berechnen.
Aufgabe 37. Finde die Regressionskurven für x und y aus der in der
Tabelle 26 gegebenen Relation zwischen x und y.
Die Regressionskurven werden in vielen Fällen gerade Linien
sein oder mit hinlänglicher Annäherung als Geraden betrachtet werden
können; man spricht dann von einer Korrelation mit geradliniger
Regression, welche in mancher Beziehung einfacher als eine Kor-
relation mit krummliniger Regression zu behandeln ist.
Ein besonders einfaches Beispiel der Korrelation mit geradliniger
Regression hat man, wenn sämtliche bedingten Verteilungsgesetze
pi (j) und q; (i) entweder Exponentialgesetze sind oder mit Annäherung
als exponentiell betrachtet werden können, in welchem Falle man von
einer normalen Korrelation spricht. Wenn die Korrelation nor-
mal ist, wird die Kenntnis der Größe des Korrelationskoeffizienten
sowie der marginalen Verteilungen (welche dann selber Exponential-
gesetze werden) allein zur Bestimmung der ganzen Korrelations-