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beschäftigt waren. Um das Jahr 1911 war die Arbeiterzahl
auf 10 000 Mann herabgesetzt worden. „Nun beachte man,
was das bedeutet,“ bemerkt Wheeler. „Im Jahre 1911
lieferte jene Industrie mit 10000 Mann einen Ertrag gleich
dem, der durch die Arbeit von 19000 Mann im Jahre
1907 hergestellt wurde. Die Armee der von der Westing-
house Company beschäftigten Erfinder tat ihre Arbeit gut.
Verbesserte maschinelle Einrichtungen vermin-
derten die notwendige Arbeitskraft um beinahe
50 Prozent in vier Jahren. In jedem Industriezweige
findet derselbe Vorgang der Ausscheidung statt. Wunder
der Mechanik ersetzen Menschenarbeit in solchem Um-
fange, daß die Gesellschaft, in Amerika wenigstens, rasch
einer sozialen Umwälzung entgegengetrieben wird. Ge-
schicklichkeit wird wertlos gemacht. Handfertigkeit wird
abgeschafft. Berufszweige werden ausgemerzt... Wir
haben die Zeit erreicht, in der die Maschinenkraft der
Hauptfaktor in der Erzeugung des Reichtums geworden
ist. Von jetzt an werden weniger menschliche Wesen in
der Industrie notwendig sein.“
Jedoch wird nicht nur der geübte Arbeiter verdrängt,
sondern die Verhältnisse treiben alle Arbeit im allgemeinen
auf eine gemeinschaftliche maschinelle Grundlage. „Wie
groß auch das Verhältnis der ungeübten Arbeit zu der ge-
samten Arbeitskraft in der Eisen- und Stahlindustrie sein
mag,“ sagt der kürzlich erschienene Bericht des U. S. Bureau
of Labor über die „Beschäftigungsverhältnisse“ in jener In-
dustrie (Bd. ı, S. XVII), „Sachverständige in der Stahl-
industrie haben die Tatsache bemerkt, daß in den letzten
Jahren das Bestreben beständig dahin geht, die Zahl be-
sonders geübter angestellter Leute zu vermindern und die
Löhne im allgemeinen auf der Grundlage der gewöhnlichen
oder ungeübten Arbeit festzusetzen. Auch ist nicht anzu-
nehmen, daß dieses Streben abnehmen wird, da jedes Jahr
eine ausgedehntere Anwendung maschineller Hilfsmittel mit
sich bringt, zu deren Bedienung ungeübte Arbeiter allein
leicht erzogen werden können“.
Diese Beispiele machen die Art der fortschreitenden ge-
werblichen Revolution ohnegleichen klar, die unerbittlich