Full text: Die Entwicklung der deutschen Stahlindustrie mit besonderer Berücksichtigung der Martinstahlerzeugung und der Bedeutung des Schrottes für dieselbe

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Bessemerstahl 
Thomasstahl 
1882 
687 324 
235 132 
1883 
396 745 
328 908 
1884 
388 876 
440 000 
1885 
378 814 
548 212 
1886 
341 142 
784 212 
1887 
345 642 
1 167 702 
1888 
316 702 
1 137 632 
1889 
324 392 
1 305 887 
1890 
350 862 
1 493157 
Auch die Auwendung des Schweißeisens wurde durch 
die Ausbreitung des Thomasprozesses immer mehr zurück 
gedrängt und schon im Jahre 1886 hielt sich die Produk 
tion an Flußeisen und Schweißeisen die Wage. Das 
Thomasmetall hat zur Verdrängung des Schweißeisens in 
viel höherem Maße beigetragen als das Bessemermetall, 
und zwar aus dem Grunde, weil es in dem basischen Kon 
verter eher möglich ist, ein weiches zähes, dem Schweiß 
eisen in seinen Eigenschaften näher stehendes Material 
herzustellen, als in dem saueren Bessemerkonverter, Im 
Laufe der Jahre hat man es verstanden die Qualität des 
Thomas-Flußeisens mehr und mehr derart zu verbessern, 
daß man imstande war ein Produkt herzustellen, das dem 
Bessemerflußeisen an Zähigkeit überlegen und in viel höhe 
rem Maße als Konstruktionsmaterial geeignet ist. 
Anfänglich waren die Erzeugungskosten des Thomas 
flußeisens höher als diejenigen des Bessemerflußeisens, weil 
der Abbrand in der basischen Birne größer ist, und die 
Herstellung des basischen Futters mehr Kosten erfordert, 
als die der sauren Auskleidung. Ferner kam noch der Zu 
schlag an Kalk beim basischen Prozeß inbetracht. Durch 
die vielseitigen und weitgehenden Erfahrungen wurden die 
Umwandlungskosten heruntergedrückt, namentlich dadurch 
daß man in der phosphorsäurehaltigen Schlacke ein wert
	        
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