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=— g erzielt, als wenn man die Tchebycheffsche Ungleichheit an-
wendete, deren Aussage mit Notwendigkeit leerer werden muß, weil
hier keinerlei Voraussetzung hinsichtlich der Form des Verteilungs-
gesetzes gemacht ist.
156. Während aus dem Vorhergehenden zwar erhellt, daß der
mittlere Fehler des Durchschnitts
_—_ AM
U YN
mit wachsendem N stets kleiner wird und 4%, sich dabei konstant
verhält, kann man 42 nicht aus der Formel finden, solange 4,1 —
der mittlere Fehler in dem Verteilungsgesetz, welchem die Beobach-
tungen folgen — nicht bekannt ist.
Hinsichtlich 44 gilt indes dasselbe wie für die Erwartung E (0).
Beide Größen sind unbekannt, solange das Verteilungsgesetz für die
Beobachtungen nicht bekannt ist. Und der Wert, welcher im Bei-
spiel (Tabelle 27) für u gefunden wurde (5,23), indem die Wahr-
scheinlichkeiten des Verteilungsgesetzes gegen die faktisch ge-
fundenen relativen Häufigkeiten umgetauscht wurden, hat dieselbe
Eigenschaft wie der Durchschnitt g, nämlich die, daß er eine ZU-
fällig varlierende Größe ist; wird er direkt durch die 100 Beob-
achtungen ausgedrückt, so erhält man nämlich
Wo 02+.......00%-— g?
und im allgemeinen, wenn die Zahl der Beobachtungen N ist,
u? == Z0i2 — g*
Ebensowenig wie sich das Verteilungsgesetz für g aus dem
Ausdruck für g bestimmen ließ, läßt sich auch das Verteilungs-
gesetz für u? nicht aus obigem Ausdruck für u? feststellen; setzt
man dagegen wie oben voraus, daß alle N Beobachtungen demselben
Verteilungsgesetz folgen und Resultate voneinander unabhängiger
Versuche sind, so kann man, analog dem Falle für g, die Erwartung
für u? suchen, für welche Größe man unmittelbar
E(u?) = x SE(0?) — E(g) = E(o0®) — E(g*) erhält.
Erinnert man sich nun, daß die Erwartung für 0°
E(0?) = (E(o))? + 4? war ($ 127, IID),
wo 4 der mittlere Fehler im Verteilungsgesetz für o und daher
2
E(g?) = (E(o))? + %- ist,