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Beobachtung eine zahlenmäßige Bestimmung einer Wahrscheinlichkeit
p verschaffen kann, der muß denn auch damit rechnen, daß die einer
Vorausberechnung anhaftende Unsicherheit größer werden muß als
diejenige, mit der man bei vorher bekanntem p rechnen muß.
172. Zwecks näherer Untersuchung, um wieviel es sich hier
handelt, kann man sich vorstellen, daß in gewöhnlicher Weise (unter
Zurücklegung) einem Beutel mit weißen und roten Kugeln im
Mischungsverhältnis p:q (p + a =1) Kugeln entnommen werden.
Nehmen wir an, daß zuerst K, Kugeln gezogen werden, daß die
Zahl der hierbei erhaltenen weißen Kugeln H, ist, und daß danach K,
Kugeln, wobei man das Resultat H, weiße Kugeln erhält, entnommen
werden. Die Verteilungsgesetze für H, und H, werden binomial
(mit Annäherung exponential) ausfallen und folgende Erwartungen
und mittlere Fehler haben:
für Hı: p-Kı und V Kıpq
für H»: p-K, und VK, pda.
Wenn man indes nicht p kennt, sondern auf Grund der ersten
K, Beobachtungen diese Wahrscheinlichkeit zu
—_HAı
Pı1 _ K;ı
ansetzt, so wird die Erwartung im Verteilungsgesetz für H, gleich
K;,- En gesetzt, so daß die Abweichung, statt zu
x=p-K,-—H,
bewertet zu werden,
— H,
KH
Y KR.
wird.
Dabei wird die Erwartung für y allerdings Null, ebenso wie E(x), da
K
+ E(H;) — E(H;)
A, — — 90.
K;ı pK; pK, ()
ist, wie auch das Verteilungsgesetz für y exponentiell wird ebenso
wie das Verteilungsgesetz für x; während jedoch das Quadrat des
mittleren Fehlers im letzteren Verteilungsgesetz, wie oben gesagt,
E (x’) = K,pq
wird, ergibt sich als Quadrat des mittleren Fehlers im Verteilungs-
gesetz für y