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Berechne, wieviele hl Regen nach diesen Messungen vermutlich dem Felde
zugeführt werden, und gib an, mit welcher Sicherheit diese Berechnung vor-
genommen werden kann. Von Meßfehlern beim Ablesen der Messer ist ab-
gesehen.
17/4. Von den zwei im vorigen Paragraphen genannten Möglich-
keiten wird die letztere am besten die Voraussetzung darüber er-
füllen, daß das Verteilungsgesetz für alle Beobachtungen dasselbe
sein soll. Bezeichnet man die gegebene und bekannte Viehzahl nach
der älteren Zählung im Kirchspiel Nr. i mit a; und den Zuwachs,
mit dem a; zu multiplizieren. ist, um den Viehbestand des Jahres
1909 zu ergeben, mit o:, dann nimmt der Ausdruck für den ge-
samten Viehbestand in N Kirchspielen die Form eines Polynomiums
O0 = 3,01 + 83,02 + 8308 + +... . anNON
an.
Wenn man nun im allgemeinen das Polynomium
O0 = 01 82° 02 + .... 4 an“ On
betrachtet, WO a, az, as .... gegebene Zahlenkoeffizienten, 0,, 0,
03... dagegen zufällig variierende Größen sind, welche dem gleichen
Verteilungsgesetz init der Erwartung e und dem mittleren Fehler u
folgen, dann wird das Verteilungsgesetz für O, die Erwartung
E(O0)=e-4A4
und den mittleren Fehler u = 4 VB erhalten, wo der Kürze halbeı
A=4 +8 +3 +.... + an
B— a? H al2-tLHa24.,... + an?
ist.
Wenn man nun, nachdem auf dem Wege direkter Beobachtung
aus 01, 02 ... On festgestellt ist, daß
a 0, +8 00 +..... an‘ 0n= Qt
wird, schließt. daß
0
e > = Ci,
wo eı, eine zufällig variierende Größe mit dem mittleren Fehler
£* YB ist und man daher für
0 = antı" 0On+1 7 An+2° On+2- ++ +++ AN+o * ON+n
OO, = ee * C
erhält. wo
C=— an +1 T- an+2 ++ «os an+4-N
ist, dann erhält man die Abweichung