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schnitt 164,5 cm abweichen, d. h. einen der Werte 163, 164, 165 und
166 haben: wie aus der Tabelle 28 hervorgeht, ist dies mit
72 +72 +73 + 65 = 282 0
sämtlicher Messungen der Fall. Analog findet man, daß 532 % 0
innerhalb des Spielraums von 8 cm fallen, d. h. höchstens 4 cm vom
Durchschnitt abweichen, und so fort.
Wird nun 5,3 cm als Ausdruck für den mittleren Fehler benutzt,
so ersieht man andererseits aus der Tabelle 22, daß einem Werte
> -53- 0,37 die Wahrscheinlichkeit P=0,289 und x =
=33 0,73 der Wert P = 0,535 entspricht, und so fort gemäß
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obiger Übersicht.
Aus dieser Übersicht erhellt, daß das Exponentialgesetz die Ver-
teilung nach Körpergröße recht gut darstellt. Hierbei ist jedoch die
Asymmetrie nicht berücksichtigt worden, welche in der Tabelle 28
dadurch zum Ausdruck kommt, daß 468%, der Messungen kleiner und
532% derselben größer sind als der Durchschnitt. Ferner kann auch
bemerkt werden, daß die faktische Verteilung die verschiedenen Meß-
resultate kaum so stark um den Durchschnitt sammelt wie das Ex-
ponentialgesetz.
180. Abweichungen dieser Art trifft man sehr allgemein, und sie
deuten fast immer darauf hin, daß unter den Ursachen, welche für
das einzelne Maß entscheidend gewesen sind (im gegenwärtigen Bei-
spiel die Höhe der Person), zwei oder mehrere Hauptursachen sind,
welche sich bei passender Teilung des Materials ausscheiden lassen.
Weiter unten sollen die Folgen davon, daß zwei oder mehrere Typen
zusammengefaßt werden, näher besprochen werden. An dieser Stelle
sei bemerkt, daß die für sämtliche 299355 Rekruten benutzte Vertei-
lung nach der Körpergröße gesondert für verschiedene geographische
Gruppen, Altersgruppen usw. vorliegt, und es ist dann verhältnismäßig
leicht zu untersuchen, ob die vorliegende Gruppenteilung die An-
nahme, daß Gruppen mit typisch verschiedenem Durchschnitt zu-
sammengefaßt worden sind, stützt.
Daß dies der Fall ist, scheint bereits daraus hervorzugehen, daß
die Durchschnittsgröße für Personen nach Landschaften, rund ge-
rechnet, eine abnehmende Reihe von Nord nach Süd bildet. Zur Be-
leuchtung der geographischen Verschiedenheiten ist in der Tabelle
28 die Verteilung der in Venedig und auf Sardinien gemessenen