Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

343 
mit den Funktionen selbst etwas zu tun zu bekommen. Berech- 
nungen von Konstanten und das Aufschreiben des benutzten Poly- 
nomiums können also unterbleiben, wenn die Lösung der Inter- 
polationsaufgabe nichts anderes verlangt. 
Man kann indes mit derselben Methode den Wert der Funktion 
für einen willkürlichen Wert von x finden, d. h. das Polynomium, 
mittels dessen die Interpolation in Wirklichkeit vor sich geht; will 
man beispielsweise, nachdem man zu x=2 interpoliert hat, zum 
Werte x im allgemeinen interpolieren, so findet man (vgl. den 
folgenden Auszug aus der Tabelle 44), wenn man wieder setzt 
0611, 15, 7, 2, x)=2, 
daß 0©® (15, 7, 2, x) = 6 + 2(x — 11) 
30 (7,2,x) =-— 58 + (6 +2 (x — 11)) (x — 15) 
30) (2, x) = +490 +[—58 + (6 +2 (x-— 11)) (x —15)1(x — 7), 
woraus folgt, daß 
y (x) = 10 +{+ 490 +[—58 +(6 +2(x — 11)) (x —15)](x— 7)} (x—). 
Wenn man hier die durch Klammern gekennzeichneten Multi- 
plikationen ausführt, wird man gerade den oben angeführten Aus- 
druck für das hier behandelte Polynomium vierten Grades bekommen. 
Diese Berechnung wird sich oft erheblich leichter gestalten, wenn 
man, bevor zum willkürlichen Wert von x interpoliert wird, so- 
viele Male nach der Reihe zu x= 0 interpoliert, daß die 
Reihe der dabei erhaltenen dividierten Differenzen stets dieselbe 
bleibt. 
Aufgabe 65. Schreibe eine Tabelle auf, welche für x=0, 1, 5, 7 und 10 
den Wert des Polynomiums 
y= x! — 3x 
angibt. Finde durch Interpolation in der Tabelle den Wert des Polynomiums 
für x=2, 3, 4, 6, 8 und 9 und zeige, wie man aus der Tabelle das benutzte 
Polynomium wiederfinden kann.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.