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228. Im $ 213 wurde beispielsweise das ganze algebraische
Polynomium besprochen, das für x==3, 4,5 und 6 gerade die Werte
für log 3, log 4, log 5 und log 6 annahm. In untenstehender
Tabelle 45 ist dieses Polynomium durch Berechnung der dividierten
Differenzen bestimmt. Um mit lauter ganzen Zahlen rechnen zu
können, sind die Tabellenwerte, von denen man ausgeht (log 3, log 4,
log 5 und log 6), mit 60000 multipliziert ; durch Interpolation wird
dann nicht das eigentliche Polynomium y(x) bestimmt, sondern das
Polynomium 60 000-y(x), woraus man danach y(x) durch Division
durch 60000 findet.
Tabelle 45.
ÖM
= 86
60 000y
28 626
36 126
41 490
46 692
28 626
—10 230
—10230
—10 230
104
104
104
104
104
104
PRO
RZ
3.0292
‘2.952
19.99
‘
©
J
d
D
p*
18289
--1467
9487
46 692
Zuerst werden aus den 4 gegebenen Tabellenwerten die 3 ersten
Differenzen, die 2 zweiten Differenzen und die eine dritte Differenz
bestimmt. Zur Kontrolle der Richtigkeit dieser Berechnungen ist
danach zu x==3 interpoliert, was y= 28626 ergeben soll. Danach
wird dreimal zu x==0 interpoliert; die bei diesen Interpolationen
zuletzt gefundene Reihe dividierter Differenzen ergibt dann ebenso
wie im vorigen Beispiel sofort
60 000y = —10230 + 18 289x — 2091x? + 104x®,
wie oben im $ 213 angegeben. Zur Kontrolle der Berechnung ist
zuletzt zu x = 6 interpoliert, was 46692 ergeben soll. Es geht mit
aller Deutlichkeit hervor, daß das Polynomium auf diesem Wege
durch viel weniger Berechnungen als auf dem im $ 221 besprochenen
Wege gefunden wird.
In der Regel erfordert die Interpolationsaufgabe indes gar nicht,
daß der Ausdruck für das Polynomium (die Interpolationskurve),
auf dem in Wirklichkeit interpoliert wird, berechnet und auf-