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Vorstellung zusammen, welcher namentlich Süßmilch Ausdruck ver-
liehen hat, daß „das Gesetz der Sterblichkeit“, d. h. die Form der Über-
lebenskurve, fest und unveränderlich sei und sämtliche Generationen
in gleicher Weise ausstürben.
Auch die später so bekannten Sterblichkeitsuntersuchungen von
Elvius, Wargentin (vgl. $ 30) und Duvillard (vgl. 8 38)
wurden unter Benutzung der Halleyschen Lehrsätze vorgenommen.
Aufgabe 95. Nach Halley (vgl. 8 24) starben in Breslau in den Jahren
1687 bis 1691 durchschnittlich jährlich 1238 Menschen; welcher Schluß läßt sich
von dem folgenden Auszug aus der Verteilung dieser Sterbefälle nach dem
T’odesalter auf die Volkszahl Breslaus ziehen?
0—1 Jahre. . . 718 25—50 Jahre
1-9 2 56
3—925 .
—IW „0004 RU
Vgl. hiermit die von Elvius vorgenommenen, im 8 30 erwähnten Be-
rechnungen.
Aufgabe 96. Man nehme als Ausgangspunkt die folgende (mit 1,(x) be-
zeichnete) von John Graunt aufgestellte Überlebenstafel für London, welche
angibt, wieviele von je 100 Neugeborenen die angeführten Geburtstage erleben
werden:
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16 J ahre
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46
37
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11
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26
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£s ist dann hieraus die Einwohnerzahl Londons zu berechnen, indem vor-
ausgesetzt wird, daß die Bevölkerung stationär war und jährlich 13000 Kinder
geboren wurden.
Zu welcher Einwohnerzahl wäre man unter gleichen Voraussetzungen ge-
kommen, wenn man die oben mit 1.(x) bezeichnete Tafel benutzt hätte, die
auf Grund der Erfahrungen aus den Jahren 1861 bis 1870 berechnet ist (vgl.
$ 21).
Aufgabe 97. Welche Begründung läßt sich für die im $ 31 erwähnten, von
Deparcieux vorgeschlagenen Methoden für die Berechnung der mittleren
Lebensdauer geben?
Aufgabe 98. Im Jahrfünft 1903/04 bis 1907/08 wurden an der Kopenhagener
Universität durchschnittlich jährlich ca. 400 Studenten immatrikuliert, von denen
zin Jahr später ca. 390 das „Philosophicum“ bestanden. In denselben Jahren
oestanden durchschnittlich jährlich ca. 230 Studenten der 5 Fakultäten ihre Ab-
gangsprüfung. Unter der Voraussetzung eines konstanten Zugangs und eines
stationären Zustandes während der betrachteten Jahre ist bei zweckmäßigen An-
nahmen hinsichtlich der Länge der Studienzeit die Zahl der in diesen Jahren
an der Universität Studierenden zu berechnen.
301. Nachdem die Sterblichkeitsbeobachtungen allmählich besser
ınd umfassender wurden, und besonders nachdem es sich seit der
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