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Es geht aus diesen Gliederungen hervor, daß q <m ist; während
man m als das Verhältnis 5 findet, wo d gleich der im Laufe der Be-
obachtungsperiode in der Altersklasse eingetroffenen Anzahl von
Sterbefällen und T die Gesamtzeit, welche Personen der beobachteten
Bevölkerung im Laufe der Periode in der Altersklasse zugebracht
haben, ist, so wird
0 —
a 7 A an
Fa
1+im 14:
gleich dem Verhältnis zwischen der gleichen Anzahl von Sterbefällen
und T, vermehrt um die Hälfte der Sterbefälle in der Altersklasse.
Der Unterschied zwischen dem Begriff der Wahrscheinlichkeit q
dafür, vor Ablauf eines Jahres zu sterben, und dem Begriff der Durch-
schnittsgröße m der Sterblichkeitsintensität in der entsprechenden
L-jährigen Altersklasse läßt sich auch so veranschaulichen, daß man
sich eine Anzahl l1(x) von Gleichaltrigen (x-jährigen) der Sterblich-
keit, die auf jeder einzelnen Altersstufe innerhalb des Intervalls
auftritt, unterworfen denkt; wird dann bei jedem eintretenden Sterbe-
fall die betreffende Person durch ein neues Individuum gleichen
Alters ersetzt, so muß die Anzahl der überhaupt im Laufe eines
Jahres eintretenden Sterbefälle d, natürlich größer werden als die
Anzahl d,, welche eintrifft, wenn der Bestand nicht in der ursprüng-
ichen Größe gehalten wird.
Der Unterschied zwischen
d d
1) und 1@)
gibt gerade den Unterschied zwischen m und q an.
Mit Hilfe der hier abgeleiteten Relationen kann man, wie in
dem oben behandelten Beispiel, aus dem Sterblichkeitsquotienten m
lie Größen p und q und damit 1l(x) berechnen.
Beispiel. Wenden wir uns wiederum der Sterblichkeit in 10-ijährigen Alters-
«lassen unter Geistlichen und Eisenbahnern (Gruppen G und E) zu, so ist für
lie Altersklasse 35 bis 45 Jahre in Gruppe G
m = 0,00315 und h- m = 0.0315.
Die Wahrscheinlichkeit dafür, daß ein 35-jähriger Geistlicher 45 Jahre alt
wird. findet man dann aus
2-—0.0315 1,9685
P = 57 0.0315 2.0315 = 0.9690.
Westergaard und Nybolle, Theorie der Statistik. 2. Aufl.