Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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men in steter Entwicklung; und hinsichtlich des Todesalters sieht 
man oft von allen Totgeborenen ab und rechnet das Alter von der 
Geburt an, ohne Berücksichtigung eventueller Frühgeburten. Für 
lie Bestimmung der Sterblichkeit unter Älteren ist dieses Verhältnis 
»hne größere Bedeutung, während eine Dekomposition besonders 
Jer starken Anhäufung von Sterbefällen unter „Lebendgeborenen“ un- 
mittelbar nach der „Geburt“ nur geringe Aussicht auf Erfolg haben 
kann, solange zuverlässige Beobachtungen auch über die Sterblichkeit 
im embryonalen Zustande nicht beschafft werden können (vgl. eben- 
falls die diesem entsprechenden Bemerkungen in den $$ 53 und 194). 
307. Daß die Todesursachen nichtsdestoweniger als ein in dieser 
Beziehung wichtiger Einteilungsgrund !) anzusprechen sind, geht 
bereits aus der wohlbekannten Tatsache hervor, daß jedenfalls 
verschiedene Krankheiten besonders häufig auf gewissen Altersstufen 
als Todesursachen aufzutreten scheinen (Kinderkrankheiten, Tuber- 
kulose, Krebs, Arterienverkalkung, gewisse Geisteskrankheiten usw.). 
Die besondere Gruppe biometrischer Funktionen, welche mit den 
Todesursachen in Verbindung steht, sei daher des näheren besprochen. 
Wird die von der Kurve d(x)= u(x): l(x) in einem nicht zu 
großen Altersintervall, z. B. von x bis x +h, begrenzte Fläche kurz 
mit d, so daß also 
d = 1(x) — (x +h), 
und die von Personen in diesem Altersintervall im Zeitraum h 
durchlebte Zeit mit T bezeichnet, indem man annähernd 
T = $-h-(U(x) + 1(x + h)) 
hat, so kann nach obigen Ausführungen die Durchschnittsgröße der 
Sterblichkeitsintensität auf den Altersstufen, welche einem Intervall 
von x bis x-+h angehören, gleich 
u 
gesetzt werden. 
1) Außer Lexis hat auch K. Pearson die Dekomposition von d(x) (The 
chances of death ete., Iiondon 1897, vol. I, 8. 25 £.) versucht, ebenso wie A. Fisher 
(Frequency curves ete., New York 1922 und Note on a new method of construction 
of mortality tables etc. in Skandinavisk Aktuarietidskrift 1925, S. 163 f.) aus- 
führliche Untersuchungen über die Möglichkeit, bei einer Dekomposition nach 
Todesursachen eine Sterbetafel lediglich auf Grund der Statistik der Sterbefälle 
zu konstruieren, unternommen hat, eine Aufgabe, die jedoch nicht als gelöst 
betrachtet werden kann (vgl. H. Cram6&r, Some notes on recent mortality investi- 
gations, Skand. Aktuarietidskrift, 1926, S. 73 f.).
	        
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