Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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Wird die benutzte Anzahl von Sterbefällen mit d, d, ds .... 
und die verwandten Sterblichkeitsquotienten mit p;, Da, Ds +... be- 
zeichnet, so ist die erwartete Anzahl von Lebensjahren 
di , dr ds 
Di + % + os... 
Hieraus erhellt, wie sich der mittlere Fehler im Verteilungs- 
gesetz für die erwartete Anzahl finden läßt; denn bereits im $ 175 
fußten wir auf der Tatsache, daß das Quadrat des mittleren Fehlers 
im Verteilungsgesetz für jeden der in der Summe enthaltenen Ad- 
denden gleich 
VE ist. 
Das Quadrat des gesuchten mittleren Fehlers wird dann 
2 d;(1—Pp1) d, (1—Pp;) d;(1—Ps) 
u pi + TR + pa 
In dem benutzten Beispiel findet man hieraus einen mittleren 
Fehler von 2189 Lebensjahren. Da die Abweichung zwischen fak- 
tischer und erwarteter Anzahl gleich 14312 ist, so beträgt sie also 
etwa das 6!/, fache des mittleren Fehlers; und dies Ergebnis entspricht 
so ziemlich dem im $ 344 erzielten Resultat. 
Es ist jedoch verhältnismäßig selten, daß sich die Aufgabe so 
gestaltet, da man viel öfter der Anzahl von Sterbefällen als der An- 
zahl von Lebensjahren bedürfen wird. Aber im Prinzip ist die Auf- 
gabe dieselbe. 
346, Wir entnehmen dann einer ganz anderen Materie ein Bei- 
spiel und betrachten die Wohnungsmietenstatistik. Von 
Dienstwohnungen, Gartenhäusern u. ähnl. abgesehen, gestaltete sich 
die Gesamtzahl lediglich für Wohnzwecke verwandter Wohnungen 
und die gesamte Jahresmiete für diese in den Gemeinden Kopen- 
hagen und Gentofte im November 1925, wie folgt: 
Zahl der Jahresmiete Durchschnittlich 
Wohnungen 1000 Kr. pro Wohnung 
Kopenhagen. . .. 161486 100 264 621 
Gentofte ..... 9880 12284 1243 
Anscheinend ist die Durchschnittsmiete in der villenartig be- 
bauten Vorstadt Gentofte etwa doppelt so hoch wie in der eigent- 
lichen Hauptstadt. Es geht jedoch hier genau so wie in den oben 
behandelten Beispielen. Da die Hausmiete u. a. mit der Zimmerzahl 
der Wohnung wächst, so ist es eine Frage, wieviel dieser Unter-
	        
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