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Voraussetzung, daß sich hier die Wohnungen wie die in Gen-
tofte verteilen, berechnet, dann ist das Ergebnis 1129 Kr. Im Ver-
gleich hiermit ist die dieser Wohnungsverteilung entsprechende
Durchschnittsmiete in Gentofte von 1243 Kr. nur 10% höher.
Einerlei, welche dieser Standardverteilungen man benutzt, die Er-
gebnisse sind hier stets grundverschieden von den mit Hilfe der
rohen Durchschnitte erzielten.
Ob das Wohnungsmietenniveau nun in Gentofte 10 oder 14%
über demjenigen Kopenhagens liegt, ist eine Frage, die sich vielleicht
gar nicht beantworten läßt, schon deswegen nicht, weil eine fort-
gesetzte Gliederung nach Momenten, die vermutlich die Größe der
Wohnungsmiete beeinflussen könnten, aller Wahrscheinlichkeit nach
garnicht ergeben wird, daß die betreffenden Ursachen mit gleicher
Stärke in den benutzten Gruppen zur Geltung kommen. Diese Ur-
sachen können sich daher nicht unbedingt, sondern in der Regel
nur annähernd durch eine einzelne Zahl ausdrücken lassen. Die hier
betrachteten Wohnungen mit verschiedener Anzahl von Zimmern
lassen sich z. B. gleichfalls in Gruppen teilen, je nachdem sie ver-
mietet, vom Eigentümer bewohnt oder unbewohnt sind. Man hat für
sämtliche Wohnungen als Ganzes genommen folgende Verteilung:
Kopenhagen Gentofte
vermietet ........ 151920 5691
vom Eigentümer bewohnt 8294 4098
unbewohnt ....... 122 9
Zusammen 161 486 9880
In Kopenhagen ist also ein weit größerer Teil der Wohnungen
vermietet als in Gentofte. Da aber der Prozentsatz an vermieteten
Wohnungen sich höchst verschieden gestaltet, je nachdem es sich
um Wohnungen mit wenigen oder vielen Zimmern handelt, und da
die großen, vom Eigentümer bewohnten Wohnungen teurer als die
großen Mietswohnungen sind, während das Umgekehrte bei Klein-
wohnungen der Fall ist, so wird für die Vollendung der Untersuchung
eine tiefgehende Gliederung des Materials erforderlich sein. Will
man sich indes nach einer solchen Teilung einen Überblick über die
Bedeutung der dabei gefundenen Verschiedenheiten zu verschaffen
suchen, dann geschieht dies am bequemsten, indem man, unter der
Voraussetzung einer gleichförmigen Verteilung auf die betrachteten
Gruppen, die erforderlichen Durchschnitte berechnet. Dieses Ver-
fahren ist. auch eins der wichtigsten, deren man sich bei der Be-
rechnung von Indexzahlen für Preise („Preisindex“) oder andere