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deutliches Bild vom Zusammenhang. Nicht einmal die durchschnitt-
liche Kinderzahl in sämtlichen Mutter- und Tochtergenerationen (die
Durchschnitte der marginalen Verteilungen), jeweils 5,898 und 4,335,
die auf eine abnehmende Fruchtbarkeit zu deuten scheinen, können
als unmittelbar vergleichbar betrachtet werden.
Aus der Tabelle geht nämlich erstens hervor, daß die Tochter-
generation 110 sterile Ehen hat und daß die sterilen Ehen der ersten
Generation nicht berücksichtigt sind. Ferner hat, im Gegensatz zur
zweiten, die erste Generation keine Ehen, wo nur Knaben gezeugt
wurden. Um die Zahlen homogen zu gestalten, muß man sie also
erst ergänzen.
Gehen wir davon aus, daß man vom Knabenüberschuß bei den
Geborenen absehen und mit einem Sexualverhältnis von 4, was nur
einen unbedeutenden Fehler verursacht, rechnen kann. In der Mutter-
generation sind nun 53 Ehen mit nur 1 Kind (Tochter); zu dieser
Generation sind also etwa 53 Ehen mit je 1 Knaben hinzuzufügen.
57 Ehen hatten 2 Kinder mit mindestens 1 Tochter. Die Wahr-
scheinlichkeit dafür, daß beide Kinder in einer Ehe mit 2 Kindern
männlichen Geschlechts sind, kann zu (4)? und dafür, daß wenigstens
eines der Kinder ein Mädchen ist, also zu } gesetzt werden (vgl.
$ 101). Da diese drei Viertel sämtlicher Ehen mit 2 Kindern nach
der Tabelle 57 betragen sollten, ist diese Zahl durch 19 Ehen mit
je 2 Knaben zu vermehren. Betrachtet man im allgemeinen Ehen
mit x Kindern, dann ist die Wahrscheinlichkeit dafür, daß diese
x Kinder sämtlich Knaben sind, ungefähr gleich (3)*, und die Wahr-
scheinlichkeit dafür, daß sich mindestens 1 Mädchen findet, wird
dann 1 (= A Wenn dieser Bruchteil n Ehen ausmacht,
muß die Gesamtzahl der Ehen mit x Kindern also gleich n- > 1
werden. Zu der gegebenen Anzahl n sind folglich 5 Ehen mit
x Knaben zu legen.
Im ganzen erhält man auf diese Weise 103 Ehen mehr, also
insgesamt 1103, und da ferner in der Tochtergeneration 11°%, der
Ehen steril waren, also nur 89%, Kinder zeugten, so ergibt sich,
wenn man für die Muttergeneration mit einem ähnlichen Zahlen-
verhältnis rechnet (d.h. daß 1103 Ehen mit Kindern 89%, sämtlicher
Ehen betragen), eine Zulage von En .‚11==136 kinderlose Ehen,