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Die Mutter hatte |
Zaht der ‚— Zahl der Töchterkinder
Töchter } faktisch _ | Orwartet a
a
2
b
0,73
0,81
0,90
0,95
1,10
1,18
1,31
1,00
Hieraus geht unmittelbar hervor, daß die Fruchtbarkeit unter
Töchtern aus Ehen mit wenigen Kindern um ein Erhebliches ge-
ringer ist als unter Töchtern aus kinderreichen Ehen. Bei einer
solchen Berechnung hat man auch gleichzeitig den Umfang des
Materials vor Augen, da sich die mittleren Fehler der erwarteten
Zahlen leicht berechnen lassen. Da der benutzte Durchschnitt von
4,3 Kindern pro Tochter gleich der mittleren Zahl in der marginalen
Verteilung zuunterst in der Tabelle 55 (die Verteilung der Töchter nach
der Kinderzahl) ist und man für den mittleren Fehler in dieser Ver-
teilung etwa 3 findet, so wird der mittlere Fehler des Durchschnitts
etwa gleich 7an58 = 00, woraus sich dann leicht die mittleren
Fehler der erwarteten Zahlen bestimmen lassen. Die Unsicherheit
ist recht bedeutend, da jede der betrachteten Gruppen sowohl Ehen
mit vielen als mit wenigen Kindern hat. Die oben erwähnte Be-
rechnung des Korrelationskoeffizienten gibt auch nur den Wert 0,21.
351. Manche neueren Untersuchungen gehen darauf hinaus, die
Erblichkeit zu untersuchen; dies geschieht nicht durch Zusammen-
stellung von Beobachtungen über Familien, die als Vertreter irgend-
einer Gruppe gelten können, sondern durch Beleuchtung eines
einseitigen Materials. Wenn man eine Sammlung von
Familienbeobachtungen zur Verfügung hat, kann man die einzelnen
Mitglieder verfolgen und, falls das Beobachtungsmaterial hin-
länglich umfangreich ist, durchaus unzweideutige Schlüsse ziehen,
indem irgendein Gesichtspunkt gewählt und danach die Gruppierung
der Beobachtungen vorgenommen wird. So z. B. wenn man oben
auf S. 544 die Familien, innerhalb deren ein Sterbefall an Schwind-
sucht eingetroffen war, aussuchte und von diesem Augenblick an
der Beobachtung unterzöge. Mitunter aber treten losgelöste Tat-
sachen. die eine besondere Behandlung erfordern, in die Erscheinung,