Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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mit nur 1 Kind, die zur Beantwortung nicht beitragen können, unberücksichtigt
 lassen. Die 25 Familien mit 2 Kindern haben 25-1=25
Kinder, die als Nummer 2 geboren wurden, unter welchen 2 taubstumm
 sind; die 53 mit 3 Kindern haben 53-2 = 106 als Nummer 2
der später geborene Kinder, unter denen 6 taubstumm sind, und so
fort. Im ganzen erhält man folgende Zahlen:

Familien mit

Zahl der
Familien

Außer den
Erstgeburten
waren an
Kindern
vorhanden

Hiervon
waren
taubstumm

0/

2 Kindern

14
195
244
710
246
308
264
234
L90

),

”

L

76

5
LO
Ta
12 oder mehr
Kindern 262 5,0
Zusammen | 449 | 2384 \ 156 | 6,5
Es ist klar, daß man mittels dieser Aufstellung einen allzu
geringen Effekt erzielt; denn sämtliche Kinder, die vor der Geburt
des ersten taubstummen Kindes das Licht der Welt erblickten, sind
in Wirklichkeit normal (vgl. den $ 349 über die Wirkung des
Alkoholismus nach Beobachtungen der Krankenkassen), Wenn ein
Kind taubstumm ist, wird die Taubstummenfrequenz seiner späteren
Geschwister wenigstens 6!/, % betragen, und da die Taubstummheit
in der gewöhnlichen Bevölkerung eine so geringe Frequenz hat, daß
sie als seltene Ausnahme bezeichnet werden kann, legen die Zahlen
sein Zeugnis für eine starke Ursachenverbindung ab.
354. Weinberg schlägt eine Methode vor, vermöge deren man
bei dieser Art von Aufgaben der Wahrheit näher kommen sollte !),
Wenn z. B. in einer Familie mit 6 Kindern 3 taubstumm sind,
Jann ist jedes von diesen als eine selbständige Beobachtung für sich,
jedes mit 5 Geschwistern, aufzufassen, so daß man also insgesamt
L5 Geschwister neben 3 taubstummen Kindern hat. Wendet man
diese Berechnung auf die oben benutzten Beobachtungen an, dann
‘) Beiträge zur Theorie der Vererbung. 4. Über Methode und Fehlerquellen
der Untersuchung auf Mendelsche Zahlen beim Menschen. Archiv für Rassenund
 Gesellschaftsbiologie, 1912.
            
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