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Die relative Häufigkeit der Krankheit unter den Geschwistern
der Kranken ist somit 20 : 88 — 23%. Wenn man jedoch nur die Ge-
schwister derjenigen Kinder, die nach dem ersten kranken Kinde
geboren wurden, der Beobachtung unterzieht, ist das Ergebnis ganz
einfach folgendes:
5 Geschwister, von denen 2 krank
Zusammen +
Diese Rechenmethode gibt ebenfalls als Resultat, daß etwa ein
Viertel der Kinder krank sind.
Nach ganz ähnlichen Prinzipien wie den hier beschriebenen
kann man die Frage der Erblichkeit in Ehen zwischen Bluts-
verwandten behandeln. Man kann die Ehen nach dem Verlust
ihrer Ahnen gruppieren und dann weiter untersuchen, wie oft
sich Geistesschwäche oder andere Abnormität unter den Kindern
bemerkbar macht, indem man dann speziell auf die Häufigkeit von
Wiederholungen sein Augenmerk richtet, wo also zwei oder mehr
Kinder betroffen sind. Häufig wird man sich übrigens, wie über-
haupt in der KErblichkeitslehre, mit ganz wenigen Beobachtungen
begnügen müssen, wenn die einzelnen Familien, bei deren Nach-
kommenschaft eine Abnormität zu erwarten ist, beobachtet werden
und dann gefragt wird, ob die betreffenden abnormen Verhältnisse
in die Erscheinung getreten sind. In dieser Beziehung kommen
besonders die von Mendel aufgestellten Theorien in Betracht, auf
die wir an dieser Stelle nicht näher eingehen wollen; in den Schluß-
bemerkungen aber werden sie erwähnt.
C. Preis- und andere Indexzahlen.
355. Das Studium der Warenpreise hat von Zeit zu Zeit
viele Versuche, einen Einheitsausdruck für die Bewegungen zu schaffen,
hervorgerufen. Oft haben derartige Versuche jedenfalls mit einer
Unklarheit des Wertbegriffs in Verbindung gestanden. Man wünschte
eine Ware oder einen Wert zu finden, der stets sich selbst gleich
war, so z. B. wenn man Getreide als Wertmesser anwenden oder