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sich natürlich um so stärker geltend macht, je mehr die Begriffe
differenziert werden. Beispiele hierfür geben die folgenden Aus-
Führungen.
ö4. Ist es indessen auf irgendeine Art und Weise abgemacht,
welche Individuen zur Masse gehören, dann mißt man ihren Umfang
ladurch, daß man die Zahl der Individuen, aus denen sie zusammen-
gesetzt ist, angibt. Bei manchen Aufgaben wird man oft Ver-
anlassung haben, zwischen verschiedenen Arten von Individuen zu
unterscheiden, entweder für ganz bestimmte Zwecke oder um im
allgemeinen ein Bild von der Zusammensetzung der Masse zu geben.
Das, was hierbei geschieht, ist indes nichts anderes als eine Ab-
grenzung neuer Massen, die schon in der ursprünglich betrachteten
enthalten sind; und insofern liegt keine Veranlassung vor, zwischen
der Abgrenzung einer Masse überhaupt und ihrer Teilung in andere
Massen zu unterscheiden.
55. Wenn eine Masse in neue Gruppen zerlegt wird, geschieht
dies nämlich ganz einfach damit, daß dem Begriff, der die zu einer
Gruppe gehörenden Individuen definiert, eins oder mehrere Kenn-
zeichen zugelegt werden neben den Merkmalen, welche zuerst die
Masse abgrenzten; hierdurch erweitert sich der Inhalt des Begriffes,
während der Umfang der Masse abnimmt. Die ergänzenden Kenn-
zeichen (Einteilungsgründe) können höchst verschiedener Art sein.
Hier soll besonders der Unterschied hervorgehoben werden zwischen
Einteilungsgründen, die sich zahlenmäßig ausdrücken lassen (Eigen-
schaften, welche gemessen oder gezählt werden können) und quan-
titativ genannt werden können und solchen Einteilungsgründen,
die sich jedenfalls nicht unmittelbar auf diese Weise ausdrücken
jassen und als qualitativ bezeichnet werden können. Beispiele
quantitativer Einteilungsgründe sind: die Geburtsnummer geborener
Kinder, der Zeitpunkt des Eintretens eines Ereignisses, die Anzahl
der Kronblätter und Staubgefäße bei Blumen, die Körpergröße von
Rekruten oder andere Körpermaße, Alter oder Einkommen von
Personen usw.; dagegen sind KEinteilungsgründe wie Geschlecht,
Zivilstand, Erwerb, Enthaltsamkeit, Haar- oder Augenfarbe und
Todesursache qualitativ.
Man kann auch zwischen Einteilungsgründen, die nicht eine
Masse in mehr als eine gewisse endliche Anzahl von Gruppenteilen,
and Einteilungsgründen, die gegebenenfalls die Betrachtung einer
unbegrenzten Anzahl von Gruppen veranlassen können, unterscheiden ;
letztgenannte kann man als kontinuierlich bezeichnen.