fullscreen: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

119 
Pacific“ und die „Union Pacific“, die je über ein Aktien 
kapital von annähernd 200 Millionen Dollars bei über 
350 Millionen bezw. 250 Millionen Dollars fundierter 
Schuld verfügen, dem „Merger“ fernblieben. Beide Bahnen 
haben sich ihrerseits dadurch konsolidiert, daß die 
„Union Pacific“ die Kontrolle der „Southern Pacific“ er 
langte. Hierbei sei auch eingeschaltet, daß die von der 
„Northern Securities Co.“ kontrollierten Bahnen, die „Great 
Northern“, die „Northern Pacific“ und die „Chicago, 
Burlington &Quincy“, als Besitz der „Northern Securities Co.“ 
zusammen für das Fiskaljahr 1902/1903 151,5 Millionen 
Dollars Bruttoeinnahmen erbrachten, mit einem Mehr gegen 
das Vorjahr von 18,4 Millionen Dollars. 
Während aber in Europa das Zustandekommen von 
Tarifkartellen bei den Eisenbahnen begünstigt, in gemein 
samen Beratungen der internationalen Eisenbahnverbände 
gemeinsame Frachten- und Verkehrspolitik in weitestem 
Sinne getrieben wird, besteht in den Vereinigten Staaten 
noch immer das oben angeführte Gesetz, das Parallelbahnen 
jede Art der Vereinigung untereinander verbietet. 
Als die „Northern Securities Co.“ im November 
1901 ins Leben gerufen wurde, weilte ich in New York. 
Das Aufsehen, das diese Kombination dort hervorrief, war 
groß und allgemein — an der Börse wurde es mit 
einer steigenden Bewegung in allen Wertpapieren gefeiert. 
Die Ankündigung des Gouverneurs von Minnesota, er 
werde durch einen Beschluß der Legislatur dieses Staates 
„eventuell durch rückwirkende Gesetzgebung“ die Ab 
machungen der neuen Gesellschaft zu Falle bringen, dämpfte 
den Enthusiasmus nur wenig. In meinen damaligen Be 
richten wies ich allerdings darauf hin, daß der Vorgang 
geeignet sein könne, in die Sicherheit der herrschenden 
günstigen Börsenverhältnisse beeinträchtigende Unruhe zu
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.