fullscreen: Die Frau und die Arbeit

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Verschiedenheit zwischen ihr und dem Männchen, das die 
Jungen mit ihr zeugte, aber sich nicht weiter um sie küm 
mert, eine wahrhafte und große wird. Gleichartig in ihren 
Spielen als junge Hündchen und ihren außergeschlecht 
lichen Trieben zur Zeit der Reife, gleichartig in ihrem Ge 
schlechtsinstinkt, welcher das eine Geschlecht zum ande 
ren zieht, öffnet sich in dem Augenblick, da es sich um die 
geschlechtliche Fortpflanzung handelt, dem Weibchen eine 
Welt von Empfindungen und Erfahrungen, von der das 
Männchen für immer ausgeschlossen ist. 
Ebenso liegt es in der Menschenwelt: gleich in den Spie 
len, Freuden und Leiden der Kindheit; gleich in den außer 
geschlechtlichen Arbeiten des Lebens; gleich selbst in 
jenem Instinkt, der Geschlecht zu Geschlecht zieht und, nur 
in Formen und Äußerungen leicht abweichend, bei beiden 
von gleicher Heftigkeit ist — treten in dem Moment, da die 
Fortpflanzung wirksam wird, Mann und Frau in Sphären 
von Gefühlen, Vorstellungen, Empfindungen, Wünschen 
und Wissen, die nicht die gleichen sind und nicht die glei 
chen sein können. Zwischen dem Mann, der in einem Mo 
ment sorglosen Genusses das Kind zeugt (der es selbst in 
einem Stadium halbtrunkener Bewußtlosigkeit gezeugt ha 
ben mag und vielleicht durch Monate oder Jahre nach sei 
ner Geburt oder überhaupt nie mehr etwas davon erfährt, 
der unter keinen Umständen irgendeine unmittelbare sinn 
liche Wahrnehmung des Zusammenhangs mit demselben 
haben kann), und der Frau, die das Kind durch Mo 
nate ununterbrochen in ihrem Leib trägt, die es mit 
Schmerzen zur Welt bringt und die es, wenn es am Leben 
bleibt, durch Monate mit ihrem eignen Blut ernähren muß 
(oder wenigstens in primitiven Zeiten mußte) — zwischen 
diesen beiden besteht notwendig innerhalb einer begrenz 
ten, aber hochwichtigen Sphäre menschlicher Interessen 
und Lebenserscheinungen eine ausgesprochen verschiedene 
seelische Verfassung. In diesem einen Punkt stehen die 
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