der Belegschaften zu klären. Aus der bunten Fülle des dort
gegebenen Materials versuchen wir hier die Resultate in wenigen
Tabellen zusammenzufassen, um die Entwicklung und
Bedeutung der Angestelltenbeschäftigung in der Industrie
herauszuarbeiten.
In der nachstehenden Uebersicht sind die einzelnen Industriezweige
nach der Größe des Anteils geordnet, den die
ÄAngestelltenschaft im Rahmen der Gesamtbelegschaft
einnimmt. Zum Vergleich sind auch (in der
zweiten Spalte) die Zahlen für das Jahr 1907 angegeben. Ein
Bild der betrieblichen Struktur der einzelnen Gewerbezweige
in den Jahren 1907 und 1925 geben die dritte
ınd vierte Spalte.
Diese Gegenüberstellung stößt auf einige Schwierigkeiten, weil die
gewerbliche Betriebs zählung bei der systematischen Gliederung sozenannte
„Kombinationsgruppen“ gebildet hat, so sind alle mit
dem Bergbau kombinierten Werke, also alle Zechen, die mit Hochofenwerken,
Stahlwerken, Walzwerken usw. (soweit sie räumlich beieinanderliegen)
verbunden sind, in einer besonderen Gewerbegruppe nachgewiesen.
In ähnlicher Weise wurden die mit der Eisen. und Metallgewinnung
kombinierten Werke, insbesondere mit Stahl- und Walzwerken
verbundene Maschinenbauanstalten einer besonderen Kombinationsgruppe
zugewiesen. Bei den Berufszählungsergebnissen sind derartige
Kombinationen nicht vorgenommen worden, die mit Bergbau kombinierten
Werke sind in der Tabelle über die Größengliederung daher
lem Bergbau, die mit‘ der Eisen“ und Metallgewinnung kombinierten
Werke der Eisen» und Metallgewinnung zugerechnet worden.
In den letzten Spalten ist schließlich für das Jahr 1925 die
Verteilung der Betriebe und der beschäftigten Personen auf
Kleinbetriebe (mit bis zu 5 Personen), Mittelbetriebe (mit über
5 bis 50 Personen) und Großbetriebe (mit mehr als 50 Personen)
angegeben.
Die Tabelle zeigt, daß der Anteilder Angestellten
in den einzelnen Indus triezweigen sehr verschieden
ist, der Prozentanteil liegt zwischen 26,5 Proz. in der
chemischen Industrie und 5,6 Proz. im Bekleidungsgewerbe.
Den höchsten Anteil weisen diejenigen Industriezweige auf,
in dem der Großbetrieb vorhemschend ist, aus Gründen
des Vergleichs mit dem Jahre 1907 mußten hierbei die Groß.
und Mittelbetriebe zusammengefaßt werden. Den geringsten
Anteil von Angestellten haben die noch in größerem
Umfang handwerklich organisierten Gewerbezweige, eine
Ausnahme bilden lediglich der Bergbau und die Industrie der
Steine und Erden mit einem verhältnismäßig geringen und
das Nahrungsmittelgewerbe mit einem verhältnismäßig hohen
Prozentsatz von Angestellten. Auf die Ursachen dieser Erscheinung
wird noch zurückzukommen sein.
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