neratortype zur Verwendung, die die strahlende
Wärme des glühenden Kokses und die Wärme der
Abgase zur Erzeugung des bei der Wassergasher-
stellung erforderlichen Dampfes nutzbar machte. Im
Werke Leopoldau wurde eine neue Wassergasanlage
arrichtet, bei der gleichfalls die Ausnützung der Ab-
‘“allwärme in vollkommener Weise erfolgt. Durch den
Ausbau der Wassergasanlage des Werkes Simmering
and die neue Anlage im Werke Leopoldau konnte
der Kohlenverbrauch des Unternehmens um jährlich
55.000 Tonnen vermindert werden. |
Bei einigen chemischen Prozessen und als Antriebs-
kraft, die dem elektrischen Strom aus Gründen der
Betriebssicherheit vorzuziehen ist, spielt der Dampf
im Gaswerksbetriebe eine große Rolle. Seine mög-
lichst billige Erzeugung ist daher für ein Gaswerk
wirtschaftlich von großer Bedeutung. Im Werke Sim-
mering wurden daher die beiden bereits veralteten
Kesselanlagen durch eine neue ersetzt. Ihre Bedienung
arfordert nur einen kleinen Bruchteil der Bedienungs-
mannschaft der bestandenen Anlagen, jede schwere
oder gesundheitsschädliche Arbeit ist entfallen, der
Brennstoff bedeutend verbilligt, der Wirkungsgrad
erhöht worden. Die nicht veraltete Dampferzeugungs-
anlage des Werkes Leopoldau erhielt zum Teil eine
neue Rostkonstruktion, die ausschließlich eine schwer
ahbsetzbare, minderwertige Kokssorte im eigenen Be-
iebe wirtschaftlich verarbeitet und die Leistung der
mit ihr ausgestatteten Kesseln mehr als verdoppelt
nat,
Zu den Erzeugnissen eines Gaswerkes, deren Be-
schaffenheit für die wirtschaftliche Verwendbarkeit
zusschlaggebend ist, gehört in erster Reihe der Koks.
Seine Beschaffenheit ist nicht bloß von der verwen-
leten Kohle und den Gaserzeugungsöfen, sondern
auch von der Aufbereitung der Kohle, bestehend in
ler Mahlung und in möglichst zweckentsprechender
Mischung von Kohlensorten, abhängig.
Im Werke Simmering konnte eine Kohlenmisch-
wmlage infolge räumlicher Verhältnisse nicht errichtet
werden. Wohl aber war es möglich, eine Kohlen-
nahlanlage, die erste in einem Gaswerk überhaupt,
„erzustellen. Der aus dieser gemahlenen Kohle er-
zeugte Koks ist von so guter Beschaffenheit, daß eı
‚on einem Hochofenwerke verwendet wird. Das Werk
Leopoldau erhielt hierauf eine Kohlenmahl- und
Mischanlage. In diesem Werke wurde ferner eine
neue Kokslöschanlage erbaut, die sich in neuester
Zeit in ähnlicher Ausführung in größeren Kokereien
bewährt hatte. Sie liefert Koks von sehr geringem
Wassergehalte und dadurch staubfreie und höher-
wertige Kokssorten.
Zur Beheizung der Betriebsgebäude, Kanzleien und
Gasbehälter sowie zur Bereitung des Warmwassers
Caswerk Leonpnoldau
249