Metadata: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Zweiter Abschnitt 
ausgleicht. Das Geld dient hier als Rechengeld, um die Werte del 
Waren in ihren Preisen auszudrücken, tritt aber nicht den Warel 
selbst dinglich gegenüber. Soweit es sich um den Gebrauchswer 
handelt, ist es klar, daß beide Austauscher gewinnen können. Beid 
veräußern Waren, die ihnen als Gebrauchswert nutzlos, und erhalte 
Waren, deren sie zum Gebrauch bedürfen. Und dieser Nutzen mä 
nicht der einzige sein. A, der Wein verkauft und Getreide kaufl 
produziert vielleicht mehr Wein als Getreidebauer B in derselber 
Arbeitszeit produzieren könnte, und Getreidebauer B in derselbe! 
Arbeitszeit mehr Getreide als Weinbauer A produzieren könnte 
A erhält also für denselben Tauschwert mehr Getreide und B meh 
Wein, als wenn jeder von den beiden, olıme Austausch, Wein um 
Getreide für sich selbst produzieren müßte. Mit Bezug auf de 
Gebrauchswert also kann gesagt werden, daß „der Austausch ein 
Transaktion ist, worin beide Seiten gewinnen‘“.!* Anders mit der 
Tauschwert. „Ein Mann, der viel Wein und kein Getreide besitz 
handelt mit einem Mann, der viel Getreide und keinen Wein besitz 
und zwischen ihnen wird ausgetauscht Weizen zum Wert von 5 
gegen einen Wert von 50 in Wein. Dieser Austausch ist keine Ve" 
mehrung des Tauschwertes, weder für den einen noch für de 
andern; denn bereits vor dem Austausch besaß jeder von ihne 
einen Wert gleich dem, den er sich vermittels dieser Operation ve" 
schafit hat.“ Es ändert nichts an der Sache, wenn das Geld a2! 
Zirkulationsmittel zwischen die Waren tritt und die Akte des Kauf“ 
und Verkaufes sinnlich auseinanderfallen.!* Der Wert der Ware 
ist in ihren Preisen dargestellt, bevor sie in die Zirkulation trete! 
also Voraussetzung und nicht Resultat derselben.!? 
Abstrakt betrachtet, das heißt abgesehen von zufälligen Um 
ständen, die nicht aus den immanenten Gesetzen der einfache 
Warenzirkulation hervorfließen, geht außer dem Ersatz eines G® 
brauchswertes durch einen andern nichts in ihr vor als eine Meif 
morphose, ein bloßer Formwechsel der Ware. Derselbe Wert, da 
heißt dasselbe Quantum vergegenständlichter gesellschaftlicher A" 
beit, bleibt in der Hand desselben Warenbesitzers in Gestalt er® 
seiner Ware, dann des Geldes, worin sie sich verwandelt, endlich d? 
Ware, worin sich dies Geld rückverwandelt. Dieser Formwechs® 
1 „Der Tausch ist ein wunderbarer Vorgang, bei dem die beiden ve 
tragschließenden Teile gewinnen, und zwar stets (1).“ (Destutt de Trac 
„Traite de la Volonte et de ses effets. Paris 1826“, p. 68,) Dasselbe Buch %” 
schien später als „Trait@ d’Economie Politique“, 
15 Mercier de la Riviere: „L’Ordre naturel et essentiel.“ Physiocrate* 
$d, Daire, II. Partie, p. 544. 
26 „Es ist an sich vollkommen gleichgültig, ob einer dieser beide 
Vers x Geld besteht, oder ob sie beide gewöhnliche Waren sind.“ (Ebend* 
. 543. 
ır „Nicht die Vertragsparteien entscheiden über den Wert, dieser steh 
vielmehr schon vor dem Geschäftsabschluß fest.“ (Le Trosne: „De 1’Inte“ 
Social.“ Physiocrates, &d. Daire, Paris 1846, p. 906.) 
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