Full text: Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

Von einem Beauftragten der Sammelftelle erfolgt dann die Rückfrage, 
warum nichts geliefert wird. Bei ausreichender Begründung fcheidet der 
Haushalt aus; andernfalls erfolgt fchriftlich die Bitte um Lieferung des Abfalls. 
7) Die Karten mit den Adre|]en der fäumigen Haushaltungen werden 
am beften ßraßenweife alphabetifch in eine Kartothek eingereiht. Es wird 
quer auf der Rückfeite der Vermerk eingetragen, wann jede Rückfrage 
bezw. Warnung erfolgt ift. 
VII. Vergütung und Belohnung. 
Die Sammler erhalten bei jeder Ablieferung die feßgefeßte Menge von 
Gutfeheinen; außerdem .bei regelmäßigem Sammeln monatlich 50 Pfg. in 
Gutfcßeinen. (In den Schulen wird von vornherein darauf hingewiefen, 
daß diefe 50 Pfg. nur bei regelmäßiger Ablieferung gegeben werden.) 
Die Sammler werden bei der Auswahl der Kinderfpeifung in erfter 
Linie berück fichtigt. 
VIII. Einlöfung der Gutfcßeine. 
1) Die Gutfeheine können nach Wahl der Sammler entweder in Geld 
oder in Waren eingelöft werden. Der Wert eines Gutfcheines ift auf 2 Pfg. 
feftgefeßt. 
2) In der Regel follen bei der Einlöfung in Geld nicht weniger als 
50 Gutfeheine und zwar durch Erwacßfene abgegeben werden. 
3) Die Einlöfung erfolgt Wegnerftraße 10. 
Die Kinder liefern die Abfälle Nachmittags zwifchen 2—6 Uhr ab- 
Die Landwirte der Umgegend holen den frifchen Abfall als Futter im Laufe 
des Vormittags ab. Es hat (ich dabei eine fefte Kundfchaft herausgebildet, 
die ihre Bezüge an beftimmten Tagen erhält. Der Zentner frifchen Abfall 
futters wurde anfangs mit 80 Pfg. vergütet. Der Preis mußte mit den 
ßeigenden Preifen des Abfalls und der erhöhten Zahl der Gutfeheine auf 
Mk. 1.—, endlich auf Mb. 1.20 erhöht werden. 
Die Gutfeheine faßen in geftempelten und fortlaufend nummerierten 
Karten von verfchiedener Farbe die Werte von 5, 10, 20, 50 und 100 Gut- 
fcheinen zufammen. 
Das Nummerieren und Stempeln hat fleh, verfuchter Täufchungen wegen, 
als fehr zweckmäßig erwiefen. 
Die Einlöfung der Gutfeheine gegen Waren erfolgt nach Wahl der 
Kinder. Während anfangs, neben Lebensmitteln und Kleidungsftücken, 
Bücher, Spiele, z. B. Mundharmonikas, und vor allem lebende Kaninchen 
fehr begehrt waren, werden jeßt fa|t nur noch Lebensmittel gefordert.
	        
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