626 VII AbjGnitt: Einzelne Schuldverhältniffe.
Borbem. 5, g vor S 459. Wegen des Schadenserfakes ift hier auf S$ 249 zu ver
weifen, wonach in erfter Linie Nuflöfung des ganzen Vertrags verlangt werden muß,
ji. aber 88 250, 251. Das RG. (Bd. 59 S. 156 ff) nimmt an, daß der Getäujchte U
Halle des S 123 und der SS 823 ff., 826 au beim Bertrage Ütehen bleiben un
den ihm durch argliftige Zäunfchung peziell) ugegangENeN Schaden verlangen ns
Bol. über die Unhaltbarkeit diejer Anficht Bd. 1 Bem. VI Abf. 3 und 4 zu $ 125,
ferner Borbem. IN, d vor & 823 und die dort erwähnte Literatur und Praxis, vgl. au
Dem. 8 zu $ 463. . ;
Yeber die Ausnahme im Falle argliftigen Berfhweigens beim
S©attungsSkaufe |. ROT. Bd. 70 S. 423 ff. und Vorbem. 5, g vor S 459.
N Wenn beide Vertragsteile einander argliftig getäufcht haben und dadırda
Schaden entftanden ift, findet auch S 254 Anwendung, |. RGE. in Zur. Wichr. 1905
S. 717 Nr. 6 und 1908 S. 329 Nr. 12.
Wegen FJrrtums val. oben in YBorbem. 5, g vor $ 459.
15. Hinfichtlih der Zuläffigkeit einer Eideszufhiebung über eine Zuficherung
beim Kaufe val. Röttgen im „Recht“ 1904 S. 566 ff.
V, Ueber Einfluß einer Kenntnis des Mangels oder einer Unkenntnis infolge
arober Fahrläffigfeit auf Seite des RäuferS bei Nb{Hluß des Kaufes f. 8 460
mit Bem, und oben in Bem. IH, 2.
VI Veber den Einfluß der Annahme der mangelhaften Sache feitenz des
Käufers bei Lieferung f. 5 464 mit Bem.
Eine Unterfuchungs- und Anzeigebfliht hinfichtlid der Mängel legt das BOB
Jelbit dem Käufer nicht auf; anders S 377 GOB., fall8 der Kauf fir beide Teile En
EN ijt, val. nöbher Staub und Düringer-Hachenburg hiezu, fowie ROL
Do. 68 S. 368. Wegen Beweisficherung val. 88 485 f. ZRO.
Ueber Aufbeiwnhrungspflicht des Käufer8 im Falle der Beanftandung der Ware
Dal. Staub Anm. 12 ff. zu 8 379 28. wegen des {og. Notberkaufs des Käufers |.
nm. 18 ff. dafelbft; wegen des nflrjies des Berkaufs einer hereit3 zur DIS“
pofition gejtellten Ware vgl. ROGE. Bd. 54 S. 80, Bem. IV, 2, a zu 8 929 in
Bd. IN und Bem. 9, c zu 8 464.
VIT. Wegen der Spezialfrage, vb & 326 (Mücktritt oder Schadenserfaß beim
VBerzuge des VBerkäufer8) auch bei mangelhafter zurücgewielener Lieferung angewendet
werden darf, f. Bem. I, 3, y zu S 440.
s A mangelhafte Lieferung beim Sukzefvlieferungsgefhäft {. Bem. I, 3,
zu $ .
VEIT Beiweislait (vgl. insbefondere Düringer-SHachenburg [1. Aufl.) Bd. 3 S. 135 ff.
Leonhard, Die Beweislajt S. 392 ff., Rofenberg im Archiv $F. d. zivilijt. NEE Bd. 94 S. 101
und 131, Gellbach, Recht 1905 S. 7, Seuff. Arch. Bd. 60 Nr. 118, ROCS. Bd. 66 S. 279
a Bur Lehre von der Beweislait bei Mangelhaftinkeit der Kauffache, Recht 1908
SS. 345).
a}
a)
Die Behauptung, daß die gekaufte Sache mit einem Mangel behaftet fei, if
al8 Fagebegründende Tatlache für den Gewährleiftungsanfpruch der Regel
nach vom Käufer zu beweifen, wobei e8 gleichgültig fein muß, ob e8 Ni
um einen SpezieSfauf oder um einen G®attungsfkauf Handelt (vgl.
NOS. Bd. 20 S. 5, Jur. Wichr. 1899 S. 754 und S. 149, ROGE. Bd. 57
S. 399 und Gellbadh im „Recht“ 1905 S. 8 und 9).
Ander8 geftaltet fich aber die Beweislaft, wenn der Räufer die gelieferte
Ware nicht angenommen hat und daher die Rechte aus dem nich!
erfüllten Bertrage geltend maden will. In diefem Falle trifft den
Berkäufer die Beweispflicht darüber, daß er erfüllt habe und zwar Der“
tragSmäßig, er hat alfo auch das Vorhandenfein der zugejagten oder gewöhnt“
fi® voransgefeßten Eigenfhaften diefenfall8 zu beweifen; vgl. hiezu die Aus
ührungen in ROSE. Bd. 66 S, 279 ff., insbef. S. 281, 282, auch Bd. 52
S. 352 (über eine Ausnahme bei der Zufage mehrjähriger Haltbarkeit vgl.
Seuff. Arch. Bd. 59 Nr. 221); a. M. aber Dertmann a. a, O., der au
Jolhen Falles dem Käufer den Nachweis der peblerOaFWOle auferlegen
will; ähnlich Crome $ 220, Planck zu $ 462, Leonhard, Beweislaft S. 322 ff.
Wenn der Käufer Jedoch die Ware fhon angenommen hat, 10
muß er in allen Jällen den Mangel beweifen, da er ja auf den Gewähr“
leiftungsanipruch befchränkt it (vol. Diüringer-Gacdhenburg a. a. D.). 8 363
{tebt dies nicht entgegen € NG. in IJur. Wichr. 1904 S, 358 und ROC
3b. 66 S, 279 f., DLG. Colmar Recht 1910 Nr. 1235; a. M. Dernbura
8 184 und Endemann I S. 9992).