Object : Der Briefwechsel zwischen Marx und Engels 1861-1867 / herausgegeben von D. Rjazanov (Abt. 3, Briefwechsel, Bd. 3)

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(1082) 1867 Dez. 7

komme, Es repräsentiere jetzt den russischen, nicht den deutschen
Geist. Was nun das Buch selbst betreffe, so müsse man zweierlei
unterscheiden, die positiven Entwicklungen („gediegenen“ lautet
das zweite Adjektiv), die der Verfasser gebe, und die tendenziellen
Schlußfolgerungen, die er ziehe. Die ersteren, da die tatsächlichen
ökonomischen Verhältnisse ganz neu in einer materialistischen
(dies Stichwort liebt „Mayer“ von wegen Vogts) Methode behandelt
 seien, seien direkte Bereicherung der Wissenschaft. Beispiel:
 1. die Entwicklung des Geldes, 2. wie Kooperation, Teilung
 der Arbeit, Maschinensystem und die entsprechenden gesell- zo
schaftlichen Kombinationen und Verhältnisse sich „naturwüchsig“
 entwickeln.
Was nun die Tendenz des Verfassers angehe, so müsse man
wieder unterscheiden. Wenn er nachweist, daß die jetzige Gesellschaft,
 ökonomisch betrachtet, mit einer neuen höheren Form z
schwanger gehe, so zeigt er nur sozial denselben allmählichen Umwälzungsprozeß
 nach, den Darwin naturgeschichtlich nachgewiesen
 hat. Die liberale Lehre des „Fortschritts“ (c’est Mayer tout
pur) schließt dies ein, und es ist ein Verdienst von ihm, daß er
selbst da einen verborgnen Fortschritt zeigt, wo die modernen öko- zo
nomischen Verhältnisse von abschreckenden unmittelbaren F olgen
begleitet sind. Der Verfasser hat durch diese seine kritische Auf-Fassung
 zugleich, vielleicht malgre lui!, allem Sozialismus von
Fach, d. h. allem Utopismus ein Ende gemacht.
Die subjektive Tendenz des Verfassers dagegen — er war 25
vielleicht durch seine Parteistellung und Vergangenheit gebunden
und verpflichtet dazu —, d. h. die Manier, wie er sich oder andern
das Endresultat der jetzigen Bewegung, des jetzigen gesellschaftlichen
 Prozesses vorstellt, hat mit seiner wirklichen Entwicklung
gar nichts zu schaffen. Erlaubte der Raum, näher einzugehn, so =
könnte vielleicht gezeigt werden, das seine „objektive“ Entwicklung
 seine eignen „subjektiven“ Grillen widerlegt.
Wenn Herr Lassalle die Kapitalisten ausschimpfte und dem
preußischen Krautjunkertum schmeichelte, so zeigt Herr M[arx]
dagegen die historische „Notwendigkeit“ der kapita- 2
listischen Produktion nach und geißelt den bloß konsumierenden
aristokratischen Grundjunker. Wie wenig er die Ideen seines abtrünnigen
 Schülers Lassalles über Bismarcks Beruf zur Einführung
eines ökonomischen Millenniums teilt, hat er nicht nur früher in
seinen Protesten gegen den „königlich Preußischen So-«
zialismus*“ gezeigt, sondern spricht er offen wieder aus p. 762,
763, wo er sagt, daß das in Frankreich und Preußen jetzt herrschende
 System das rö&gime der russischen Knute über den Kontinent
 von Europa verhängen werde, wenn man ihm nicht zeitig
Einhalt tue.

E.33—37.

37 (seines) —38 (Schülers)
            
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