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im Endergebnis wiederum zu einer schweren Niederlage dieser Republik,
und nach einer vorübergehenden Überflutung von Alt- und Nenphocäa
durch die wilde Kraft der mongolischen Horden unter ihrem Oberchan
Timur erfreute sich die Maona abermals des Besitzes der gewinnbringen
den Alaungruben *)- In der Folge operierten Genua, die Maona und
der Pächter von Neuphocäa mit mohamedanischer Unterstützung gegen
Venedig, wobei sie ihre Besitzungen sogar durch hohe Tribute an die
Türken weiter für sich sicherten, und diese Politik führte dazu, daß 1437
sogar der gesamte Alaun von Kleinasien, Griechenland und Lesbos von
einer ganz aus Genuesen bestehenden Kompagnie gepachtet wurde.
Altphoeäa war immer noch durch Erbpacht in der Familie Gattilusio,
aber auch diese Familie zahlte den Sultanen Tribut, um sich auf diese
Weise der Besitz gegen die immer weiter vordringenden Türken zu
sichern. Am 1. November 1455 s ) freilich ging Neuphocäa für die
Christenheit auf immer verloren, die genuesischen Kaufleute wurden
hier vom Feinde überrascht, geplündert und in Konstantinopel als
Sklaven verkauft. Zur vollständigen Vernichtung der Genuesen ver
band sich Mahomed II. mit den Todfeinden Genuas, mit Venedig, er
überließ ihnen sogar die Pacht des Alauns von Phocäa, aber, als der
Krieg ausbrach, ließ der Sultan alle Venetianer, deren er habhaft
werden konnte, ins Gefängnis werfen, ihre Habe ließ er konfiszieren
und von Venedig forderte er 150000 Dukaten, eine Summe, welche
die beiden flüchtigen venetianischen Alaunpächter ihm schuldig gewesen
waren. 1466 wird im nunmehr türkischen Konstantinopel noch ein
venetianischer Alaunpächter erwähnt.
Überblicken wir noch einmal kurz die Geschichte von Phocäa, so
sehen wir, daß die ursprünglich griechische Besitzung 1275 in genuesische
Hände übergegangen war, und daß die Genuesen, sei es in Form der
Häuser Zaccaria und Cattaneo, oder sei es in Form der Maona diesen
Besitz von 1275—1455 trotz wiederholter vorübergehender Verluste an
Byzanz oder Venedig oder an die Mongolen dennoch immer wieder
für sich zu behaupten wußten, bis die türkische Flut 1455 diese viel
umstrittenen Alaungruben von einer jährlichen Ausbeute von 14000
Zentners für immer unter ihren blutig roten Wogen begrub. 1453
schon war Konstantinopel gefallen, die Fluten der Kreuzzüge hatten
ausgeebbt, und die Christenheit begann sich im Abendlande mehr mit
der Verwertung der von den Arabern überkommenen praktischen Ideen
als mit» der Verwirklichung der immer wieder mißglückten Pläne im
heiligen Lande zu beschäftigen. Dazu kam, daß sich die Christenheit
>) Heyd 1879, Bd. II, S. 260, 272, 277, 278.
-) Heyd 1879, Bd. II, S. 288 f. ») Heyd 1879, Bd. II, S. 320, 328, 329.
4 ) Heyd 1879, Bd. II, S. 651.