Object: Das Flammenzeichen vom Palais Egmont

4 Der Freiheitskampf des chinesischen Volkes. 
zustehen. Wir hoffen, daß der Generalrat des Gewerkschaftskongresses 
(dessen Vorsitzender, Genosse George Hicks, einmal Mitglied des britischen 
Arbeiterrates für die Freiheit Chinas war) jedem Druck standhalten kann, 
der wegen der Einberufung dieser nationalen Konferenz auf ihn ausgeübt 
werden könnte. 
Ich möchte nun auf einen andern Punkt unserer Propaganda hinweisen, 
der mir gestern anläßlich der Rede des Genossen Brown, des Sekretärs der 
Gewerkschaftsinternationale, einfiel. Er ist zwar nicht in seiner Eigenschaft 
als Delegierter seiner Organisation hier und sprach nur für seine eigene 
Person, aber ich bin überzeugt, daß die Botschaft, die ich im Namen der 
Londoner Arbeiterbewegung übermittelte, von großer Wirkung sein und 
auch von der Gewerkschaftsinternationale gehört werden wird. Viele der 
56 Gewerkschaften, deren Vertreter sich am letzten Sonnabend trafen, sind 
der Gewerkschaftsinternationale angegliedert. Meine Botschaft lautet nun: 
Wenn es gut ist, zur Unterstützung unserer chinesischen Kameraden eine 
Propaganda in London zu organisieren, so wird es auch gut sein, sie national 
zu entfalten — und wieviel besser wird es erst sein, wenn man sie inter- 
national gestaltet. Und Brown sollte sich verpflichten, die Exekutive der 
Amsterdamer Gewerkschaftsinternationale darauf aufmerksam zu machen. 
Wenn ich auch genau weiß, daß er mit keinerlei Mandat hierher kam, 
so denke ich doch, daß das, was ich eben sagte, sehr wichtig ist, und 
endlich glaube ich noch, daß man sich entscheiden müßte, eine internatio- 
nale Konferenz einzuberufen, auf der nicht allein gefordert werden dürfte, 
daß England seine Kriegsschiffe in den eigenen Gewässern lasse und seine 
Truppen zurückziehe, sondern an der diese Forderung auch an die Re- 
gierungen anderer Länder gerichtet werden müßte, wenn die Völker der 
andern Nationen sich von der Konferenz der letzten Woche leiten lassen 
wollen. 
Ich habe nicht mehr viel hinzuzufügen. Nur dieses möchte ich noch 
sagen: obgleich die Versammlung vom letzten Sonnabend eigens zur Be- 
handlung der chinesischen Frage stattfand, und obgleich — was diesen 
Kongreß betrifft — der Londoner Gewerkschaftsrat bis jetzt noch nicht 
zur Frage der kolonialen Unterdrückung und des Imperialismus in irgend- 
einer konkreten Form Stellung genommen hat, wage ich doch zu behaupten, 
daß er bei mehr als einer Gelegenheit seinen Haß ausdrückte, nicht nur 
gegen den englischen Imperialismus, sondern gegen den Imperialismus über- 
haupt, wo immer er sein gefährliches Haupt erhob. Wenn bei uns auch noch 
keinerlei Beschlüsse über diesen Punkt gefaßt worden sind, so bin ich doch 
ganz zuversichtlich, daß wir zu euch stehen und euch helfen werden in 
eurer Arbeit und in euren Bestrebungen, die Last von den Schultern unserer 
unterdrückten Brüder aller Nationen zu nehmen. Die einfache Tatsache, daß 
man mich zu diesem Kongreß entsandte, nachdem manche eben überhaupt 
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