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VII. Abfhnitt: Einzelne Schuldverhältntfie.
S, 156 ff, Urt. d. Ranımerger. vom 29. Oktober 1900 in Ripr. d. DLG.,
Bd. 1 S. 374). . )
Dagegen dürfte dem Auftraggeber ein Anfpruch auf Herausgabe dess
jentigen zufieben, wa8 der Beauftragte zur Ausführung des Auftrags erhalten
der aus der EL EB (inSbefondere al8 Gewinn) erlangt hat
88 675, 667; eben{o Blank Bem. 10, b, ROR-Komm. Bem 5, Dernburg
S 212, 11, Neumann Note 6, b, Achilles Note 6, Crome S. 834, Schollmeyer
S. 169, Urt. d. Reichsger. vom 17. Juni 1904 RGE. Bd. 58_S. 280, Urt.
d. DLG. NE En 21. Dezember 1901 und des DLOG. Dresden vom
27. Sebruar 1906, Nipr. d. ULG. Bd. 4 S, 232 ff, Dd. 12 S. 275 ff). Ander-
jett3 wird aber auch dem Beauftragten der AntprucdhH auf Erfaßg feiner
Aufwendungen 88 675, 670) nicht verfagt werden Können (ebenfo
Cofack I 8 156, IV, 1, Urt. d. OLG. Hamburg vom 26. Oktober 1904 pr.
d. DLG. Bd. 10 S. 187 H.; and. Anf. Pland Bem. 10, b, Dernburg S 212, IT,
RÖOR.-Komm. Bem. 5, Staub, Komm. z. HOB,, ECrilur8 zu 8 376 Anm. 79,
Kifdher-Denle Note 3, Achilles Note 6, Urt. d. RMeichsger. vom 5. Aprik 1902
ROSE. Bd. 51 S. 156 ff. [gegen diefes Urteil val. Staub in D. Say 1903
S. 19) Urt. d. Rammerger. vom 27. Oktober 1900 RKipr. d. DLG. Bd. 1
S. 373 ff., Urt. d. Rammerger. vom 7. Oktober 1905 und _d. DL® Hamburg
vom 5. April 1906, Ripr. d. OLG. Bd. 12 S. 96, Bd. 14 S. 31, Urt. d. DLG.
Dresden vonı 24. Oktober 1904 Jächt. Arch. Bd. 15 S. 626 ff).
Daß der Wuftrag zu einem gemäß 8 134 oder $ 138 nidhtigen Spiele (ins
befondere zur Vornahme eine verbotenen Glids{pielS) oder zu einer {olchen
Wette jelbit nichtig ift und daher Kfeinerlei Rechte und Pflichten zu erzeugen
ermag, {tebt außer Zweifel. ;
Neber Aufträge zu Börfentermingefchäften f. Bem. 5 zu S 764.
Üeber Unfedhtbarkeit der Ablieferung des N an den YAufs
traggeber jeiten3 der Gläubiger des leßteren f. Urt. d. OLG. Dresden vom
2. Sebruar 1906 Kipr. d. OLG. Bd. 12 S. 275.
2, Die gleichen Grundfäge gelten hinfichtlidh der Klagbarkeit von Anfprüchen unter
Feilnehmern einer zu Spielzweden eingegangenen Gefellfcdhaftoderandermweitigen
Bereinigung val. Bem. IV, 1, a zu 8 705); daher find insbefondere, foweit nicht der
Sefellichaftsvertrag gemäß & 134 oder S 138 nichtig ijt, die Mitgliederbeiträge einflagbar
Hachenburg S. 53); auch hat jeder Teilnehmer gegen den anderen gemäß S 721 einen
Hagbaren AUnfpruch auf verhältnismäßige Herausgabe des Gewinns und Mittragung des
Berluftes (Crome S. 834, Neumann Note 6, b, Vertmann Bem. 4, f, ROR.-Komm. Bem. 5,
Staub a. a. OD. Anm. 78, Schollmeyer S. 169, RKOE. Bd. 43 S. 148 ff.; vgl. auch ROE.
Bd. 40 S. 259, Urt. d. RNeichsger. vom 17. Juni 1904 ROGES, Bd. 58 S. 280 und vom
31. Mai 1905 Bayr. 3. f. N. 1905 S, 348). ,
& A Vereinigungen zum Abichlufile von BörfentermingefhHäften |. Dem. 5
Au 64.
3, Darlehen zu Spiel und Wettzweclen konnten nad manchen früheren Rechten
nicht zurücgefordbert werden (Dernburg, Band. Bd. 2 & 104 Anın. 10, Windfcheid-Kipp,
Band. Bd. 2 S. 805 ff.; PLRM. TI I Lit. 11 8 581; über andere Rechte f. M. 11,646
Anm. 2). Der € I glaubte von einer derartigen Vorfchrift wegen der möglidherweife
yiemit verbundenen Härte Umgang nehmen zu füllen (Mt. 11, 646, 38. IT, 357). Sn der
Il. ®omm. wurde eine Reihe von Anträgen geftellt, wonach) gewiffe mit dem Spiele
nfammenhängende Darlehen für unklagbar erflärt werden, bet freiwilliger ES
ıber die Rückforderung des Gezahlten ausgefchloffen fein follte ©. 11, 794 ff.; f. au
RTRK. 93). Alle diefe Anträge wurden abaelebnt wegen der Unmöglichkeit, diejenigen
Säle von Darlehen, für weldhe das gleiche wie für Spielihulden gelten folle, durch eine
gefeblidde Borfchrift einwande und 3zweifelSfrei abzugrenzen. Hiebei wurde jedoch aus-
drücklich die Befugni8 der Mechtfprechung betont, die Borfchrijten des S 762 gegebenen=
fall8 im Wege der Auslegung auf derartige Darlehen anzuwenden (®. 11, 799).
— .. GHienadh wird ingbejondere, wenn ein Spieler einem Mitipieler ein Darlehen zum
Spiele oder Weiterfpiele gegeben und ihm dieje Summe wieder abgewonnen hat, häufig
eine Erebitierte Spiel] huld anzunehmen fein, auf welche S 762 Anwendung findet
(vgl. M. N, 646, X. 1, 795, 799). , .
Abgefehen hievon aber find Darlehen zu Spiel und Wettzweden im allgemeinen
gültig, en wenn fie von einem Teilnehmer dem anderen gewährt worden find. Selbft-
verftändlich kann jih aber der Darlehensvertrag unter Berücfichtigung der Umftände des
einzelnen Salle8 al8 unfittlidh und daher gemäß 8 138 (f. insbefondere auch S 138 Abf, 2)
nichtig daritellen; dieS wird insbejondere dann der Fall fein, wenn eS fh um Darlehen
ur Sürderung verbotenen Glückpiel2 handelt; in manchen Fällen wird die Rücforderung
I)