auf aufgewertete Hypotheken und 11 Mill. RM. auf Roggenwertdarlehen: Von den
aigenen Pfandbriefdarlehen sind verzinslich ;
zu 10%
8%
75.
6% .
0,5 Millionen RM
. 22,3 » „
‚80,9 » »
„87,0 ” »
190,7 Millionen RM.
Dazu kommen an Darlehen der Rentenbank-Kreditanstalt:
7 % ige Golddiskontdarlehen . . . . 19,3 Millionen RM
7 %ige I. Amerika-Anleihe . . . . 92 » »
3 %ige II. bis IV: Amerika-Anleihe . 26,2 » »
54,7 Millionen RM.
Das jährliche Soll an Halbjahrsleistungen beträgt nach Angabe der General-
landschaftsdirektion 23 Mill. RM. Der Ostpreußischen Generallandschafts-
Jirektion ist es also gelungen, den Zinssatz für erststellige Pfandbriefdarlehen
trotz der ungünstigen Verhältnisse in Ostpreußen besonders tief zu halten. Es
war dies dadurch möglich, daß die Landschaft unter Ausnutzung der günstigen
Lage‘ am deutschen Kapitalmarkt in den ersten Wochen des Jahres 1927
fast den gesamten Bestand an 10 %igen Hypotheken in 7 %ige konvertiert
und die Hälfte der 8 %igen Darlehen in 6 %ige umgewandelt hatte. Allerdings
hatten die Mittel des heimischen Kapitalmarktes dazu nicht voll ausgereicht.
Deswegen nahm die Bank der Ostpreußischen Landschaft im Frühjahr 1927 bei
amerikanischen Häusern gegen Schuldschein ein 6 %iges, 3 Jahre laufendes Dar-
lehen in Höhe von 7 Mill. USA.-$ auf. Die Bank gab den Gegenwert in Höhe von
29,4 Mill. RM. an die Landschaft weiter, die diesen Betrag gegen 6% Zinsen,
1% Tilgung und %% Verwaltungskostenbeitrag als unkündbare Hypotheken-
darlehen an die Landwirte auslieh. Die Landschaft übergab der landschaftlichen
Bank als Sicherheit 29,4 Mill. GM. 6 %ige Goldpfandbriefe, die diese wieder bei
einem Treuhänder zugunsten der amerikanischen Geldgeber hinterlegte. Die Rück-
zahlung des Darlehns seitens der landschaftlichen Bank im Jahre 1930 wird also
Jurch den Verkauf der verpfändeten 6%igen Pfandbriefe erfolgen müssen, die damals,
als das Geschäft zustande kam, mit 95,5 % gehandelt und notiert wurden. Der
Kurs dieser Schuldverschreibungen steht jedoch heute nur auf 79 bis 80%. Ob
sich bis 1930 der Kurs wieder auf den Stand von Anfang 1927 heben wird, er-
scheint fraglich. Es wird also mit einem erheblichen Disagio gerechnet werden
müssen, zu dessen Abdeckung nur der bis dahin aufgekommene und aufgesammelte
Verwaltungskostenbeitrag zur Verfügung steht. Daneben besteht noch ein Valuta-
risiko von 0,02 RM. je Dollar. Unter den heutigen Verhältnissen birgt also das
Geschäft ein Risiko von rund 6 Mill. RM. in sich; demgegenüber betragen Kapital
und Reserven der Bank der Ostpreußischen Landschaft nach der Bilanz vom
31.12.27 6 562 478,55 RM. und die flüssigen Mittel 507082 RM.
Mit der Landschaft eng verbunden ist die Lebensversicherungsanstalt der
Ostpreußischen Landschaft, die berechtigt ist, hinter den landschaftlichen Pfand-
briefdarlehen innerhalb der landschaftlichen Beleihungsgrenze zweitstellige Hypo-
“heken zu gewähren. Ihre Beleihungstätigkeit hat sich nach Stabilisierung der
Währung nur in bescheidenem Rahmen bewegen können, da ihre dazu verfüg-
baren Mittel zur Zeit nur klein sind. Aus dem gleichen Grunde konnte sie auch
aur in geringem Maße als Käufer landschaftlicher Pfandbriefe auftreten.