Ra
lieierung nicht ausreichten, um die laufenden Aufwendungen bis zur Ernte 1924 zu
bestreiten. Dazu kommen die besonders schweren Betriebsverluste des Jahres
1924/25. Da diese Defizite in Ostpreußen besonders häufig eintraten und durch
Kredite mit den höchsten Zinssätzen abgedeckt werden mußten, so ist die Ver-
schuldungslawine dort besonders früh und in einer besonders verhängnisvollen
Form entstanden. Der Zuschußbedarf des Übergangsjahres von der Inflation zur
stabilen Wirtschaft, vermehrt durch die Betriebsverluste und Steuerzahlungen der
seither vergangenen Jahre, ergibt jedoch eine Summe, die weit hinter dem heutigen
Stande der Neuverschuldung zurückbleibt. Ein ganz erheblicher Teil der heutigen
Neuschuldenlast besteht in den inzwischen aufgelaufenen besonders hohen Zinsen
und in Disagioverlusten bei der Kreditaufnahme, so daß manchen Betrieben kaum
die Hälfte des Betrages als wirkliches Kapital zugeflossen ist, mit dem sie heute als
Neuverschuldung belastet sind.