Full text : Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Das  Arbeitseinkommen.

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duktionseleinente  aus,  die  wieder  eine  möglichst  intensive  Intausnutzung
  durch  die  Arbeiter  voraussetzt.  Um  dies  zu  erreichen,
sührte  er  ein  doppeltes  durch:  strenge  Trennung  der  rein  mechanischen ­
  2lusführungsarbeit  von  der  für  Vorbereitung  der  Arbeit
notwendigen  Denk-  und  überlegungsarbeit  und  exakte  Feststellung
der  für  jeden  einzelnen  Handgriff  nötigen  Zeit.  Lin  tüchtiger
Arbeiter  muß  die  Arbeit  verrichten,  während  ein  Ingenieur  die
einzelnen  2lrbeitsphasen  mit  der  Stoppuhr  mißt  und  aufzeichnet.
Diese  Aufzeichnungen  werden  in  „Unterweisungskarten"  für  jeden
einzelnen  Arbeitsauftrag  zusammengestellt  und  dem  Arbeiter  jeweilig ­
  vor  der  Arbeit  übergeben;  er  hat  sie  durchzulesen  und
sich  danach  zu  nebten.  Für  die  notwendigen  Unterbrechungen
werden  Zeitzuschläge  bewilligt,  so  daß  die  Gesamtarbeitszeit  für
den  Normalarbeiter  maßgebend  sein  muß.  Um  eine  Vorstellung
von  der  Genauigkeit  der  Taylorschen  Arbeitsmessung  zu  geben,
sei  ein  (von  Wallichs  angeführtes)  Beispiel  einer  solchen  Unterweisungskarte ­
  mitgeteilt.  Sie  bezieht  sich  auf  Schlitzfräsen;  dabei
ist  zu  bemerken,  daß  die  Arbeits-  bzw.  Einrichtzeit  in  Minuten

und  deren  Bruchteilen  gemessen  wird.  Die  „Linzelunterweisungen"
  der  Karte  lauten:
Arbeik^zelt
Minuten
Holen  der  Unterweisungskarte  2,00
Durchlesen  der  Karte  2,00
Einstellen  der  Geschwindigkeit  "  o,20
Anbringen  und  Einspannen  der  Spannvorrichtung  .  .  .  t,7S
Anbringen  des  Fräserdorns  0,58
Aufbringen  des  Schlitzfräsers  0,79
Aufnehmen  des  Stückes  0,05
Einhängen  in  die  Spannvorrichtung  0,07
Ingangsetzen  der  Maschine  0,0)
Schlitzen  eines  Ventilkegels  0,55
Herausnehmen  und  Fortlegen  :  .  .  0,06

von  diesen  n  Posten  entfallen  die  ersten  6  auf  das  Einrichten
der  Fräsbank,  das  also  7J2  Minuten  in  Anspruch  nimmt  und
während  des  weiteren  Arbeitsprozesses  nicht  von  neuem  erforderlich ­
  ist.  Die  letzten  5  posten  mit  0,53  Minuten  stellen  die
eigentliche  Arbeitszeit  dar,  für  die  Zeitaufschläge  von  insgesamt
0,22  Minuten  gewährt  werden,  so  daß  die  Fertigstellungszeit
für  i  Stück  0,75  Minuten  beträgt.  Am  Schluß  werden  wieder
            
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